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Zur Finissage der Ausstellung „Milch und Honig. Utopien der Fülle“ im enter: Kunstraum im Salzburger KunstQuartier widmet sich ein Filmabend diesen nährenden Stoffen: Der Film FAST WEISS (2022) von Irini Athanassakis über die Reise von Muttermilch aus Frauenkörpern und historischen Laktarien bis in kommerzielle Humanmilchbanken tritt mit dem Film HONEYLAND von Ljubo Stefanov und Tamara Kotevska (2019), der das fragile Gleichgewicht von Natur und Mensch verhandelt, in Dialog. Irini Athanassakis ist Fellow Artistic Researcher bei W&K. Sie führt im Anschluss ein Gespräch mit Magdalena Stieb (Literatur- und Kunstvermittlerin).


Hatize ist eine der letzten Wildimkerinnen Europas. Sie lebt mit ihrer kranken Mutter in den Bergen Mazedoniens ohne fließendes Wasser und Strom. Die beschwerliche Arbeit der Honiggewinnung bringt nur so viel Geld ein, dass es gerade zum Überleben reicht. Die Weltmarktpreise für Honig sind seit Jahren gesunken und die Wildbienen vom Aussterben bedroht. Das bescheidene, aber ruhige Leben von Hatize und ihrer Mutter wird jedoch gestört, als eines Tages eine wandernde Großfamilie neben ihnen ihre Zelte aufschlägt. Doch bald stellen sie Bienenstöcke auf, um die Wildbienen anzulocken und selbst bei der Honigernte mit zu naschen. Das bringt allerdings das sensible Gleichgewicht zwischen Natur und Mensch durcheinander.

Der aufrüttelnde wie berührende Dokumentarfilm HONEYLAND des mazedonischen Regieduos Tamara Kotevska & Ljubomir Stefanov nimmt uns mit in einen der entlegendsten Winkel Europas zu einer bemerkenswerten Frau, die in Einklang mit der Natur lebt. Mit viel Feingefühl begleiten die beiden Hatize in ihrem ungewöhnlichen Alltag und fangen dabei in atemberaubenden Widescreen-Bildern Tier und Mensch ein.

„Hypnotisch und faszinierend“ (Indiewire)

Der Film lief zuletzt am: Montag, 12. 12. 2022
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