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Angebot Schulvorstellungen

DIE BESTE ALLER WELTEN

Adrian ist sieben und ein aufgeweckter Junge, der gern draußen spielt, wo der Stadtrand Salzburgs ihm als großes Abenteuerland erscheint. Seine Mutter Helga verbringt viel Zeit mit ihrem Sohn. Adrian genießt das. Für ihn ist es normal, dass sie, ihr Lebensgefährte Günter und die anderen Freunde häufig euphorisch oder aber überaus müde sind. Was Adrian nicht realisiert, ist, dass diese heroinsüchtig sind und sich in seiner Gegenwart im Rausch befinden. Doch Helga gelingt es immer wieder, ihre Welt zwischen der Zuwendung zu ihrem Sohn und ihrer Sucht auszubalancieren.

Der Salzburger Regisseur Adrian Goiginger erzählt in seinem Debütfilm seine eigene Geschichte aus der Perspektive eines Siebenjährigen. Das Ergebnis ist eine berührende wie schonungslose Hommage an seine Mutter, eine starke Frau, die immer wieder versucht, den widrigen Umständen zu trotzen. DIE BESTE ALLER WELTEN gewann bei der Berlinale den "Kompass-Perspektive-Preis", Hauptdarstellerin Verena Altenberger wurde bei der Diagonale für ihre Rolle der Mutter als "beste österreichische Schauspielerin" ausgezeichnet. "Ein solch wahrhaftiger und wahrhaft aufwühlender Film ist selten" (KINO-ZEIT.DE).


ab 8. Schulstufe, Dauer: 103 Minuten, deutsche Fassung
Termine nach tel. Vereinbarung mit Wunschtermin
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WEAPON OF CHOICE

Sie ist Kultobjekt, österreichische Erfindung und Bestseller in den USA: die Glock. Die halbautomatische Schnellfeuerwaffe ist seit Beginn der 80er Jahre einer der Exportschlager Österreichs. In Blockbustern zücken sie Hollywoodstars, im realen Leben benützen sie Soldaten und Polizisten genauso wie ihre Gegner aus der Unterwelt und Bands wie Cypress Hill oder Wu Tang Clan beschwören in ihren Texten ihre tödliche Unfehlbarkeit. Im englischsprachigen Raum gilt das Wort „Glock“ als Synonym für Waffe.

Fritz Ofner und Eva Hausberger gehen in ihrem präzise recherchierten Dokumentarfilm WEAPON OF CHOICE dem Phänomen und der Geschichte der Glock nach. Ihre Recherchen führen sie vom kleinen Werk im niederösterreichischen Deutsch-Wagram quer durch die USA bis in die Kriegsgebiete des Irak. Nach und nach enthüllt der investigative Filmessay unerhörte Verstrickungen von Macht, Geld, Gewalt und Politik. Das Unternehmen weigerte sich, mit den Filmemachern zu sprechen, drohte vielmehr mit Klagen. WEAPON OF CHOICE dokumentiert eine österreichische Geschichte des Wegschauens, denn das Geschäft mit dem Tod läuft meist im Verborgenen ab.


ab 10. Schulstufe, Dauer: 90 Minuten, engl. OmU
Termine nach tel. Vereinbarung mit Wunschtermin
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GENIALE GÖTTIN - DIE GESCHICHTE VON HEDY LAMARR

Der Hollywood-Star Hedy Lamarr galt einst als weltweit schönste Frau. Ihr Dasein als Wissenschaftlerin und ihre Pionierarbeit im Bereich der Mobilfunktechnik ist hingegen nie richtig gewürdigt worden. Als österreichische Jüdin, die in die USA emigrierte, erfand sie ein störungsgesichertes Fernmeldesystem, das zur Niederlage des Dritten Reiches hätte beitragen können. Sie wollte ihr Patent der amerikanischen Marine übergeben, wurde aber abgewiesen - sie solle lieber Küsse gegen Kriegsanleihen verkaufen. Kurz vor ihrem Tod entdeckten Wissenschaftler ihre Erfindung, die als Basis der heutigen Kommunikationstechnik für sichere WiFi-, GPS- und Bluetooth-Verbindungen dient.

Hedy Lamarr hat nie öffentlich über ihr Leben als Wissenschaftlerin gesprochen. Es waren die Regisseurin Alexandra Dean und der Produzent Adam Haggiag, die vier verschollen geglaubte Kassetten, auf denen Hedy Lamarr ihr unbekanntes Leben dokumentierte, zutage brachten. Diese Sprachaufnahmen bilden den Ausgangspunkt des Films, kombiniert werden sie mit Interviews mit ihren Kindern, engsten Freunden und prominenten Bewunderern. Daneben gibt es historisches Archivmaterial und Filmausschnitte zu sehen.

"In den 1930er Jahren galt sie als Sexgöttin, in der Zukunft aber wird man Hedy Lamarr vor allem als Erfinderin der Vorläufertechnik zu Bluetooth kennen" (EPD-FILM).


ab 9. Schulstufe, Dauer: 90 Minuten, engl. OmU
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DAS PRINZIP MONTESSORI

"Kinder haben eine natürliche, ungerichtete Neigung zur Arbeit; sie wollen lernen. Der Drang zu lernen ist Kindern, ja allen Menschen, inhärent." (Maria Montessori)

Als der Filmemacher Alexandre Mourot zum ersten Mal Vater wird, kommen eine ganze Menge Herausforderungen auf ihn zu. Er begleitet seine Tochter bei ihren ersten Schritten in die Lebenswelt und beginnt sich für die Montessori-Pädagogik zu interessieren. Ausgerüstet mit seiner Kamera besucht er Frankreichs ältestes Montessori-Kinderhaus. Hier trifft er auf Kinder, die die Vorteile ihrer Freiheit genießen und doch sehr diszipliniert ihren "Aufgaben" nachgehen. Ob lesen, Brot backen, rechnen lernen, schlafen oder spielen - die Erzieher*innen bleiben stets im Hintergrund. Es sind die Kinder, die dem Regisseur durch ihre Entwicklung eine ganz eigene Dramaturgie vorgeben und so zu den eigentlichen Erzähler*innen ihrer Geschichte werden.

"Alexandre Mourot dokumentiert eindrucksvoll das Zusammenspiel von Vertrauen in das Potenzial der Kinder, einer geeigneten Umgebung und Pädagog*innen, die sehr genau beobachten und begleiten." (Christian Grune, Vorstand Montessori Stiftung Berlin)


ab 7. Schulstufe, Dauer: 100 Minuten, franz. OmU
Termine nach tel. Vereinbarung mit Wunschtermin
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LE BRIO - DIE BRILLANTE MADEMOISELLE NEILA

Neïla Salah wollte schon immer Anwältin werden und ist deshalb überglücklich, es an die renommierte Universität Sorbonne geschafft zu haben. Doch ausgerechnet an ihrem ersten Tag kommt die arabischstämmige Studentin zu spät zu einer Vorlesung des Rhetorik-Professors Pierre Mazard, der sie deswegen vor versammeltem Hörsaal mit rassistischen Bemerkungen beleidigt. Der verbale Ausfall bleibt für den Professor nicht ohne Folgen: Die Universitätsleitung droht, ihn zu entlassen, wenn er Neïla nicht dabei hilft, einen prestigeträchtigen Rhetorikwettbewerb zu gewinnen.

DIE BRILLANTE MADEMOISELLE NEÏLA erzählt von einem klassischen Kultur-Clash: Ein Professor aus den bürgerlichen Pariser Kreisen trifft auf eine junge Frau mit Migrationshintergrund aus dem Pariser Vorort. Regisseur Yvan Attal gestaltet dieses Aufeinanderprallen zweier Kulturen und zweier Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mit viel Humor, treffsicheren rhetorischen Disputen und viel Gespür für Authentizität. Gekonnt nutzt der Film seine komödiantische Ausgangslage, um sich mit aktuellen Rassismus- und Sexismus-Debatten auseinanderzusetzen.

„Unterhaltsame moderne Version von „MY FAIR LADY“ über die Macht des gesprochenen Wortes“, urteilt die NZZ.


ab 9. Schulstufe, Dauer: 95 Minuten, franz. OmU
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DIE BAULICHE MASSNAHME

Grenzpass Brenner: Im Frühjahr 2016 werden seitens der Politik Maßnahmen ergriffen, um Österreich vor einem neuerlichen Flüchtlingsansturm zu schützen. Ein Zaun ist auch am Brenner im Gespräch und Grenzkontrollen zwischen Nord- und Südtirol sollen erstmals seit knapp zwanzig Jahren wieder eingeführt werden.

Seitens der Politik wird in Medienberichten Stimmung gemacht, sie gibt sich entschlossen. Die Exekutive vor Ort beschwichtigt. Und die BewohnerInnen finden sich hin- und hergerissen. Viele fürchten die "bauliche Maßnahme“ ebenso wie die vermeintlich drohende Überfremdung der Heimat Tirol.


ab 8. Schulstufe, Dauer: 112 Minuten, deutsche Fassung
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THE CLEANERS

Können wir eigentlich sicher sein, dass die Inhalte, die wir im Internet sehen, ungefiltert sind? Die aufsehenerregende Dokumentation THE CLEANERS geht dieser Frage nach und enthüllt eine gigantische, versteckte Schattenindustrie digitaler Zensur.
Wer kontrolliert, was wir sehen und was wir denken?, fragten sich die (Theater)regisseure Hans Block und Moritz Riesewieck bereits in dem Stück "Nach Manila", dass sie am Schauspiel Dortmund entwickelt hatten. Die Spur führte auf die Philippinen und zu dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Zehntausende Menschen löschen im Sekundentakt im Auftrag von Konzernen wie Google etc. unter haarsträubenden Arbeitsbedingungen Fotos, Videos und andere belastende Inhalte auf Facebook, Twitter, Youtube und Co. Kindesmissbrauch, Enthauptungen, Vergewaltigungen. Was darf der Nutzer sehen, was nicht? Die Zensurkriterien unterliegen einem gut gehüteten "Code of Silence" der Sillicon-Valley Konzerne.

Der Film zeigt anhand der Einzelschicksale von fünf Content Moderatoren die traumatisierende Arbeit, die teils zu Persönlichkeitsveränderungen führt. Parallel dazu geht ein zweiter Handlungsstrang der Dynamik von Hasspostings und Fakenews im Netz nach. THE CLEANERS demontiert die utopische Vorstellung einer vernetzten, digitalen Welt und stellt die Frage nach dem Einfluss der digitalen Medien auf unsere Gesellschaft und dem kritischen Umgang mit den digitalen Medien.


ab 10. Schulstufe, Dauer: 88 Minuten, engl. OmU
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