
Im Jahr 1919 besetzte der italienische Dichter, Lebemann und Kriegsverherrlicher Gabriele D’Annunzio, ein früher „Mentor“ Mussolinis, mit einer Freiwilligen-Miliz die Stadt Fiume, heutiges Rijeka (Kroatien). Die Einwohner:innen von Fiume erzählen und interpretieren die bizarre Geschichte der 16-monatigen Besetzung ihrer Stadt – in einer brutal sachlichen und zugleich trotzig punkigen, filmischen Reise.
Regisseur Igor Bezinovic schafft anhand von Archivmaterial und Re-Enactments eine surreale Aufarbeitung der präfaschistischen Besetzung der Stadt Rijeka kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Als Gegensatz zu D’Annunzios Rhetorik lässt er lokalen Erzähler:innen „Fiumanisch“, die dortige Variante des Venezianischen, sprechen.
