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Tagebuch einer Kammerzofe

Célestine reist 1928 aus Paris in die Normandie, um dort eine neue Stelle als Kammerzofe anzutreten. Von der Hausherrin Madame Monteil für ihr städtisches Auftreten zurechtgewiesen, lernt die junge Frau rasch die Abgründe der Gesellschaft kennen: Madame Monteils Schwiegervater Monsieur Rabour entpuppt sich als Schuhfetischist, Célestine erfährt von Verbrechen und Perversionen. Während sich Madame Monteil mit wertvollem Plunder umgibt, seltsame chemische Experimente durchführt und dem Pfarrer ihr Herz ausschüttet, stellen der Hausangestellte und Faschist Joseph, Monsieur Monteil und Nachbar Mauger Céléstine nach. Sie kündigt ihre Stelle, nachdem man Rabour inmitten seiner Schuhe auf dem Bett tot aufgefunden hat. Als sie aber von der Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens hört, beschließt sie zu bleiben und den Mörder zu überführen.

Luis Buñuels Adaption des Romans von Octave Mirabeau, der 1900 erschienen ist, verlagert die Handlung in die Zwischenkriegszeit und brandmarkt mit grotesken, parodistischen Mitteln die verlogene, in ihren reaktionären Traditionen verharrende Provinz-Bourgeoisie Frankreichs als Vorläufer des Faschismus.

Mi, 31. März 2027
19:30
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Einführung: Manfred Mittermayer

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