
Im Wettbewerb um den Publikumspreis
Brasilien, 1977. Die Militärdiktatur unter Präsident Ernesto Geisel hält das Land in Atem. Der 40-jährige Armando ist mit seinem alten VW-Käfer auf der Flucht in die Hafenstadt Recife, um dort während der ausgelassenen Karnevalsfestivitäten wieder Kontakt zu seinem Sohn herzustellen. Dort angekommen, taucht er im Haus der geheimnisvollen Dona Sebastiana unter. Armando gerät plötzlich in ein immer dichter werdendes Netz aus Überwachung, Korruption und Misstrauen: Zwei Profikiller sind ihm schon bald dicht auf den Fersen. Absurderweise versetzt auch noch der mysteriöse Fund eines gestrandeten Haikadavers die Bevölkerung in Aufruhr.
Der preisgekrönte Film des Ausnahmeregisseurs Kleber Mendonça Filho (BACURAU) beleuchtet ein düsteres Kapitel brasilianischer Geschichte aus ungewöhnlicher Perspektive und lässt sich dabei in keine Schublade stecken: ein Genre-Mix aus Agentenfilm, absurder Komödie, Polit-Thriller und einer Hommage an das Kino selbst. Gedämpfte Farbgebung und Splitscreens erwecken die Ära der 1970er-Jahre eindrucksvoll zum Leben. Wie ein dunkler Schatten legt sich jedoch die bedrückende Atmosphäre der Militärdiktatur gleichermaßen über Handlungs- und Bildebene. Das Grauen verbirgt sich in O agente secreto in den Zwischenräumen, dem Ungesagten und Rätselhaften.
„Ein visuell wie dramaturgisch herausragender Film.“ (The Guardian)
Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Preis der int. Filmkritik Filmfestspiele Cannes 2025
Bester Hauptdarsteller Filmfestival Chicago 2025
Beste Kamera Filmfestival Stockholm 2025
Bester fremdsprachiger Film Golden Globes 2026
O AGENTE SECRETO, novo filme escrito e dirigido por Kleber Mendonça Filho, se passa no Brasil de 1977 onde Armando (Wagner Moura), um homem de 40 anos que trabalha como professor especializado em tecnologia, sai da movimentada São Paulo e vai para Recife. Ele tenta fugir do seu passado violento e misterioso, com a intenção de começar uma nova vida. Ali, ele chega na semana do Carnaval, então logo a paz e a calmaria da cidade vai se esvaindo, e com o decorrer do tempo percebe que atraiu para si o caos do qual ele sempre quis fugir. Para piorar a situação, além de Armando estar sendo espionado pelo seus vizinhos, vê que a cidade que achou que o acolheria ficou muito longe de ser o seu refúgio. (Texto: Cinejardins.com)



