
Das mexikanische Dorf El Alberto ist seit Jahrzehnten von Abwanderung betroffen. Die meisten Einwohner:innen der indigenen Gemeinde versuchen ihr Glück in den USA.
Die Verbliebenen und Zurückgekehrten haben nun eine clevere Geschäftsidee umgesetzt, um den Tourismus in der Region zu beleben: Bei einer geführten Tour wird der illegale Grenzübertritt in die USA inszeniert. Die Bewohner:innen, die alle selbst schon einmal diese Erfahrung gemacht haben, schlüpfen in die Rolle von Grenzpolizist:innen, Schlepper:innen und Drogenhändler:innen. Zahlungswillige Tourist:innen können sich so eine Nacht lang wie Migrant:innen fühlen. Knappe Wasservorräte, stechende Kakteen und potenzielle Vergewaltiger inklusive.
Die österreichische Nachwuchsfilmemacherin Clara Trischler hat nicht nur dieses Event dokumentiert, sondern verwebt es auch mit den persönlichen Geschichten und Schicksalen von vier Dorfbewohner:innen, die alle vom Thema Migration betroffen sind. Mit starken Bildern und auf Augenhöhe mit den Protagonist:innen gibt der Film Einblick in die Lebensrealität einer indigenen Gemeinschaft, die durch starken Zusammenhalt und Kreativität versucht, aus schwierigen Gegebenheiten das Beste zu machen.
„Ein Alltagsporträt von Menschen, die sich eine Überlebensstrategie zugelegt haben.“ (Die Furche)
Preis der int. Filmkritik ZagrebDox 2025
Un pueblo indígena mexicano se está convirtiendo en un pueblo fantasma a medida que sus habitantes emigran. Para sobrevivir, empiezan a simular una experiencia que todos conocen: cruzar ilegalmente la frontera con Estados Unidos. Se convierten en guardias fronterizos y traficantes de personas para ofrecer a los turistas que pagan por ello la oportunidad de ponerse en la piel de un migrante por una noche. (Texto: Docs Valencia)
Filmpatronanz: Arbeiterkammer Salzburg



