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Regie
  • Pier Paolo Pasolini
Drehbuch
  • Pier Paolo Pasolini
Kamera
  • Ennio Guarnieri
Cast
  • Maria Callas
  • Massimo Girotti
  • Laurent Terzieff

Pier Paolo Pasolini unternimmt in seiner polemischen Umstülpung der antiken Medea-Tragödie eine Forschungsreise in die magischen Gesellschaften mit ihren archaischen Masken, ekstatischen Kulten, Menschenopfern, dem Geruch von Blut und Mysterium. Er wagt einen von Faszination und Distanz geprägten Blick in die Welt kannibalischer Riten, angesichts derer Jasons Griechen als Bande Dekadenter erscheinen müssen. Der Erzählduktus, die synkretistischen Kostüme, die Wahl der Drehorte - Pisa und die gelben Steinwüsten der Osttürkei und Syriens - machen Pasolinis Absicht klar: keinen weiteren ›Klassiker‹ aus dem Geist humanistischer Verlogenheit zu inszenieren, sondern ein ethnologisches Drama der Kulturkonfrontation.

Als Medea überrascht Operndiva Maria Callas in ihrer ersten und einzigen Filmrolle mit ihrer trancehaften Darstellung einer Frau, die zu allem fähig ist.

Der Film lief zuletzt am: Sonntag, 18. 8. 2019
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