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Endlose Blitzentladungen lassen die Nacht zum Tag werden. Am Maracaibo-See ist dieses mystische Naturschauspiel der Catatumbo-Gewitter täglich zu beobachten. Das sensible ökologische Gleichgewicht des Sees ist jedoch längst durch die Ölbohrungen der Regierung gestört. Das kleine schwimmende Fischerdorf Congo Mirador schrumpft deshalb kontinuierlich. Verbissen kämpft die eingefleischte Chavez-Anhängerin Tamara mit allen legalen und illegalen Mitteln gegen das Verschwinden von der geografischen und politischen Landkarte. Die streitbare oppositionelle Lehrerin Natalie versucht unterdessen der jungen Generation Wissen zu vermitteln, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Mittenddrin sieht die kleine Yohanny mit ihren wachsamen Augen ihr Paradies langsam versinken, während der alte Camarillo auf seiner klapprigen Gitarre einen Abgesang auf seinen Heimatort anstimmt.

Über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren hat die venezolanische Regisseurin Anabel Rodríguez Ríos gemeinsam mit Kameramann Sepp R. Brudermann die Menschen aus Congo Mirador begleitet und den Untergang eines Dorfes zwischen Korruption, politischem Machtkampf und Umweltverschmutzung auf beeindruckende Weise dokumentiert. Zugleich gelingt ihr ein objektiver Blick auf die aktuelle gesellschaftspolitische Situation eines krisengebeutelten Landes.

„Ein augenöffnender Dokumentarfilm“ (Diagonale)


Bester Film This Human World Filmfestival Wien 2020
Beste Dokumentation Ethnocineca Wien 2021
Beste Dokumentation Filmfestival Venezuela 2020
Bester Film Filmfestival WATCH DOCS 2020
Bester Film Int. Human Rights Filmfestival 2021
Publikumspreis Filmfestival Cine Latino Minneapolis-St. Paul 2020
Publikumspreis Dokumentarfilmfestival Hot Springs 2020

Der Film lief zuletzt am: Samstag, 9. 4. 2022
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