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Für den oscarprämierten, österreichischen Dokumentarfilmer Hubert Sauper (DARWIN'S NIGHTMARE, WE COME AS FRIENDS) ist Kuba eine postkoloniale Utopie. Ausgehend von der Explosion des US-amerikanischen Kriegsschiffes USS Maine 1898 im Hafen von Havanna, die den Beginn der Kolonialisierung markiert, entwirft Sauper ein metaphorisches Bild der Insel. Verknüpft wird dieses Bild mit der Geburtsstunde des Kinos – einem der wirkungsvollsten Propagandamittel überhaupt.

Der Regisseur bewegt sich mit seiner Kamera durch die Straßen und Hinterhöfe von Havanna, fängt Stimmungen, Augenblicke ein und interviewt die Menschen – vor allem die Kinder lässt er zu Wort kommen und wie selbstverständlich Wahrheiten aussprechen. Aus zahlreichen Geschichten zusammengesetzt, taucht der Film in den Alltag der Bewohner*innen ein, behandelt Themen wie den Massentourismus und wie er von den Einheimischen betrachtet wird, geht auf die Momente nach dem Tod von Fidel Castro ein – und zeigt sie uns durch Archivmaterial.

„Ein Film, der dem Zuschauer das Gefühl gibt, ein Hauptdarsteller und nicht nur ein Beobachter zu sein.“ (Cinema-austriaco.org)


Bester internationaler Dokumentarfilm Sundance Filmfestival 2020
Bester Österreichischer Film Viennale 2020

Der Film lief zuletzt am: Freitag, 8. 4. 2022
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