
Basierend auf dem Roman „Illusions perdues“ von Honoré de Balzac erzählt der Film die Geschichte des hoffnungsvollen Jungpoeten Lucien im Frankreich des 19. Jahrhundert. Lucien kann als Sohn einer Arbeiterfamilie in der Provinz sein schriftstellerisches Talent nicht ausleben. Mit seiner Geliebten, die auch seine Mäzenin ist, entkommt er der ländlichen Enge in Angoulême und der von seiner Familie geführten Druckerei nach Paris. Dort träumt er vom gesellschaftlichen Aufstieg, doch ein Rückschlag folgt dem anderen. Bald lernt Lucien die wahren Mechanismen gesellschaftlicher Macht kennen: Profit, Schein und Fake News. Er begreift, dass alles und jeder käuflich ist, und spielt mit. Als Journalist und Theaterkritiker wird sein Schreiben zur Waffe, die er gnadenlos einsetzt, bis er sich entscheiden muss, ob er diesen Weg weiter gehen will.
Die erste Filmadaption des Jahrhundertromans von Balzac, der von der „Kapitalisierung der Literatur von der Papierproduktion zur lyrischen Sensation“ (Georg Lukács) erzählt, überzeugt nicht zuletzt durch Analogien zur heutigen von umfassender Ökonomisierung und rasanter Kommunikation getriebenen Gesellschaft.
Bester Film, Beste Kamera, Bestes Drehbuch César Awards 2022
