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Regie
  • Ang Lee
Drehbuch
  • James Schamus
Kamera
  • Frederick Elmes
Musik
  • Mychael Danna
Cast
  • Elijah Wood
  • Kevin Kline
  • Joan Allen
  • Sigourney Weaver
  • Christina Ricci
  • Tobey Maguire

Connecticut im November 1973. Die Ehe von Ben und Elena Hood steckt in der Krise. Ben hat eine Affäre mit der attraktiven Nachbarin Janey Carver, Elena kompensiert ihren Frust mit Ladendiebstählen. Ihre dreizehnjährige Tochter Wendy erprobt indessen ihren sexuell erwachenden Körper an den beiden Söhnen der Carvers, während ihr schüchterner Bruder Paul sein (Un-)Glück bei einer reichen College-Studentin versucht und mit Vorliebe in die Fantasiewelt der Comics flüchtet. Im Fernsehen beteuert Richard Nixon immer wieder seine Unschuld in der Watergate-Affäre. Eine Familie, Gesellschaft und Nation in einer Krise. Ein herannahender Eissturm – Symbol der Beziehungen am Gefrierpunkt – sorgt in der Folge für einen Schockmoment und reißt die Erwachsenen aus ihrer Lethargie.

Mit seiner Adaption von Rick Moodys Roman THE ICE STORM gelang dem taiwanesischen Regisseur Ang Lee im Jahr 1997 ein mitreißendes Epochen- und Gesellschaftsporträt. Die frühen 1970er-Jahre erscheinen hier als Beginn eines gesellschaftlichen und familiären Vertrauensverlustes. „Je mehr man in die Familie hineingezogen wird, desto tiefer dringt man in das Nichts“, verkündet der jugendliche Ich-Erzähler programmatisch zum Auftakt des Films. Nicht einmal der Partnertausch im Rahmen von sogenannten „Schlüsselpartys“ führt hier zum Liebesglück. Ang Lees Perspektive auf diese Epoche ist ernüchternd und schonungslos. Neben der detailgenauen Rekonstruktion jener Epoche besticht der Film vor allem durch das wunderbar unaufdringliche Schauspiel von Kevin Kline, Tobey Maguire, Sigourney Weaver und Joan Allen. 

„THE ICE STORM ist perfektes Ausstattungskino: Ein tiefsinniger Film über eine oberflächliche Zeit“ (DIE ZEIT).

Der Film lief zuletzt am: Dienstag, 11. 2. 2020
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