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Regie
  • Hans-Christian Schmid
Cast
  • Sandra Hüller
  • Burghart Klaußner

Michaela verlässt Anfang der 70er ihr streng katholisches Elternhaus, um in Tübingen ein Studium zu beginnen. Glücklich, das kleinbürgerliche Umfeld hinter sich gelassen zu haben, genießt sie die ersten Schritten in der neuen Freiheit und findet mit Hanna und Stefan schnell Freunde. Doch Michaela wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Trotz ärztlicher Behandlung hat sie immer öfter mit epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen zu kämpfen. Sie hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Schließlich begibt sie sich in die Obhut eines jungen Priesters und stimmt einem Exorzismus zu.

REQUIEM beruht - wie der US-Horror-Thriller DER EXORZISMUS DER EMILY ROSE - auf dem wahren Fall der Anneliese Michel, die 1976 nach einer Reihe von fehlgeschlagenen Exorzismus-Versuchen gestorben ist. Regisseur Hans-Christian Schmid (23, CRAZY, LICHTER) verweigert jedoch in seinem Film die klassischen Horror-Effekte des ›Exorzisten‹-Genres, und bebildert seinen Klagegesang vielmehr mit unspektakulären Bildern etwa vom Leben in der Provinz.
Statt effektvolle Teufelsaustreibungen zu zeigen, interessiert sich der Film mehr für die Familienkonstellation, etwa den Konflikt mit der harten Mutter. Der Film vermeidet jedoch Schuldzuweisungen, fragt vielmehr danach, wie Hilfe möglich gewesen wäre.

›REQUIEM‹, schreibt FILM-DIENST, ›ist ein raues, bedrängendes Seelendrama, das weitgehend auf Filmmusik verzichtet und auf ziemlich unmittelbare Weise am Schicksal seiner Protagonistin teilhaben lässt. Die Kamera bewegt sich durchgängig auf Augenhöhe der von Sandra Hüller grandios verkörperten Hauptfigur, wird fast zum Begleiter und Gefährten, der auch in der Verwirrung nicht von ihrer Seite weicht.‹
Sandra Hüller wurde bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären als Beste Darstellerin ausgezeichnet.

Der Film lief zuletzt am: Freitag, 10. 8. 2018
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