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Regie
  • Xavier Legrand
Drehbuch
  • Xavier Legrand
Kamera
  • Nathalie Durand
Cast
  • Léa Drucker
  • Denis Ménochet
  • Thomas Gioria
  • Matthilde Auneveux

Die Ehe von Miriam und Antoine ist zerbrochen. Sie sitzen vor der Familienrichterin und legen ihre Ansichten dar. Miriam will verhindern, dass Antoine ein Besuchsrecht für den 11-jährigen Sohn Julien erhält, seine Anwältin argumentiert, dass ihr Mandant sich gebessert habe und nicht mehr gewalttätig sei. Das Urteil lässt Miriam, Julien und die 18-jährige Tochter Joséphine fassungslos zurück: Julien muss jedes zweite Wochenende bei seinem Vater verbringen. Für den 11-Jährigen sind die Stunden mit dem Vater eine Tortur. Antoine ist manipulativ, benützt seinen Sohn, um an Miriam heranzukommen und er kann seine Gewaltbereitschaft nur schwer verbergen. Die Situation droht in Folge zu eskalieren.

Mit einer bedrohlichen Intensität zieht Xavier Legrand in seinem furiosen Kinodebüt das Kinopublikum völlig in seinen Bann. JUSQUE' À LA GARDE beschäftigt sich mit dem Thema der häuslichen Gewalt und pendelt hierbei inszenatorisch zwischen realistischem Drama und bedrohlichem Thriller. "Ich wollte das öffentliche Bewusstsein für dieses Thema durch die Macht des Kinos stärken", so der Regisseur: "Jene Macht, die mich schon immer fasziniert hat, die von Hitchcock, Haneke oder Chabrol." Geräusche und Gesten sorgen für eine Atmosphäre der Angst. Die großartigen Schauspieler*innen verleihen ihren Figuren indessen eine beängstigende Authentizität. "Manche Szenen dieses Films zählen zum Intensivsten und Bewegendsten, was man im Kino derzeit erleben kann" (FAZ).

JUSQUE' À LA GARDE wurde bei den Filmfestspielen von Venedig 2017 mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet.

Di, 27. November 2018
18:00
 GEWÖLBE
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