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Salzburger Festspiele Pfingsten 2022

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R E F L E X I Ó N – Spanien im Film

Mit dem Ende der faschistischen Diktatur unter Francisco Franco 1975 eröffneten sich in Spanien auch für den Film neue Freiräume, in denen Klischees und Stereotypen überprüft und politisch bedingte Tabus aufgebrochen wurden. Wie kein anderer spanischer Regisseur repräsentiert Pedro Almodóvar (* 1949) das fortschrittliche und tolerante Spanien. Er spielt in seinen Filmen meisterlich mit gesellschaftlichen Orientierungsmustern, mit überkommenen Rollenbildern und tradierten Werten, mit Fiktion und Realität – oft unter Bezugnahme auf landestypische Riten und Mythen, die er bildgewaltig bricht.

Anlässlich des Spanien-Schwerpunkts bei den Salzburger Pfingstfestspielen, der auf den Einfluss des kulturellen Schmelztiegels Sevilla in der Ausbildung von Musiktraditionen und Genres fokussiert, lässt sich in einer von DAS KINO kuratierten Filmreihe den neuen Spanien-Bildern von Pedro Almodóvar oder Paula Ortiz ebenso nachspüren wie den traditionell anmutenden in den Musik-Tanz-Filmen von Carlos Saura (* 1932). Auch er überwindet in seinen, den klassischen Dokumentarfilm sprengenden Werken sozialromantische Klischees – und zeichnet ein schillerndes Kaleidoskop von spanischen Tanzstilen im Allgemeinen und von ambivalenten Beziehungsstudien im Besonderen. Zugleich befeuerten Sauras Filme den Carmen- und Flamenco-Mythos weiter, dem bei den diesjährigen Pfingstfestspielen ebenso nachgespürt wird. – Ein vielgestaltiges Spiel zwischen Sein und Schein.

In Kooperation mit den Salzburger Festspielen -  Pfingsten

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