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Quentin Tarantino

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Quentin Tarantino ist wohl der regierende König des „Cinema of Cool“. Seit er mit RESERVOIR DOGS und PULP FICTION zu Beginn der 1990er Jahre die erzählerische und moralische Ordnung des Hollywood-Kinos auf den Kopf gestellt hat, gibt es ein Kino, das man „tarantinoesk“ nennt. Dieses Kino handelt nicht von Wirklichkeit, Moral oder menschlichen Schicksalen. Es erzählt einzig und allein von der Liebe zum Kino und seinen Möglichkeiten. In diesem Universum ist jede Bewegung ein Zitat, jede Geste eine Reverenz und jedes Musikstück ein Verweis. Einziger Bezugspunkt zu diesen detailfreudig komponierten Gangster-Blutorgien, Blaxploitation-Hommagen und Martial Arts-Verbeugungen ist der Trash billiger Genrefilme, die der Regisseur als jugendlicher Videoladen-Mitarbeiter exzessiv konsumiert hat.

Zuletzt hat Tarantino mit seinen filmischen Parallelwelten sogar die Geschichte neu geschrieben. In INGLOURIOUS BASTERDS wird Hitler frühzeitig aus dem Weg geräumt, und in DJANGO UNCHAINED tötet am Ende der schwarze Sklave seine weißen Unterdrücker: Der Nazi- und Bürgerkriegsschrecken als unterhaltsam-befreiende Mischung aus Spaghettiwestern und Splattermovie. Nach seinem Western THE HATEFUL 8 verkündete Tarantino 2014, dass er nach seinem zehnten Film aufhören möchte, Filme zu machen. Mit seinem neuen, neunten Film ONCE UPON A TIME IN…HOLLYWOOD beschert er dem Kinopublikum vorerst jedoch noch ein „Meisterwerk und einen Riesenspaß“ (FILMSTARTS.DE).  

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