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Film-Reigen – Salzburger Festspiele 2022

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Man kann sagen, dass Schnitzlers Reigen (1897/1912) lange Zeit vor allem durch das Kino bekannt war, zumindest im deutschsprachigen Raum, da Arthur Schnitzler bis 1981 sein Skandalon mit einem Aufführungsverbot belegt hatte. Die ersten Verfilmungen des Stoffes stammen aus Frankreich, da Schnitzler die Rechte für dessen 1912 erschienene Übertragung, La Ronde, seinem Übersetzer überlassen hatte – wobei André Swobada es 1945 offenbar immer noch für klüger hielt, in seiner sehr freien Adaption des Stoffs weder den Autor noch das Stück zu nennen. So war Max Ophüls' La Ronde (1950) die erste offizielle Kinoversion des Reigen – und bleibt für viele auch die künstlerisch bedeutendste. Wobei das etwas ungerecht ist, haben viele der folgenden Reigen-Variationen ihre eigenen Meriten erworben, sei es als farbenprächtiges Schaustück (La Ronde, Roger Vadim, 1964), sei es als Sprungbrett für einen Versuch über das Flüchtige der Liebe, die sich weniger für die strickte Form des Stücks interessiert als die Auslotung dessen emotionaler Tiefen (Choose Me, Alan Rudolph, 1984).


Olaf Möller Kurator / Filmeinführung

Programm

Di, 2. August 2022
20:00

Im Anschluss an den Film führt Olaf Möller ein Gespräch mit dem Regisseur Dominik Graf.

Mi, 3. August 2022