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Stefan Zweig
Die Liebe, ein AbgrundStefan Zweigs Novellen im Film
Mit Salzburg verband den Schriftsteller für viele Jahre der Wohn- und Aufenthaltsort, unterbrochen allerdings immer wieder durch seine unermüdliche Reisetätigkeit, die ihn etwa nach Italien, Spanien, in die Schweiz oder die Sowjetunion führte. Von 1919 bis 1934 hatte Zweig seinen festen Wohnsitz im Paschinger-Schlössl am Kapuzinerberg 5, das er gemeinsam mit Ehefrau Friderike zur „Villa in Europa" machte, in die er zahlreiche internationale Gäste einlud. H.G. Wells, James Joyce, Franz Werfel oder Thomas Mann gingen bei ihm ein und aus. Stefan Zweig schätzte an der Kleinstadt die Ruhe der Provinz ebenso wie ihre günstige geografische Ausgangslage für seine zahlreichen Studien- und Vortragsreisen. Hier entstanden viele seiner bekanntesten und erfolgreichsten Werke. 1934, ein Jahr nachdem auch seine Bücher im antisemitischen NS-Deutschland verbrannt worden waren und im Jahr des bürgerkriegsähnlichen Staatsterrors in Österreich, verließ Stefan Zweig Salzburg nach einer politisch motivierten Hausdurchsuchung. Recht spät besann sich die Stadt Salzburg selbst auf ihren einstigen, berühmten Bewohner und setzte ihm in den 1980er Jahren mit einer Bronze-Büste vor dem Kapuzinerkloster ein Denkmal. Aus Anlass der diesjährigen Festspielproduktion „Angst" nach der Novelle von Stefan Zweig (Termine & Information unter www.salzburgfestival.at), in Zusammenarbeit mit dem Stefan Zweig Centre Salzburg und den Salzburger Festspielen, zeigt DAS KINO mehrere Verfilmungen von Werken des Schriftstellers. Gemeinsam ist ihnen der psychologisierende Blick auf tiefere menschliche Schichten und auf die Schattseiten und Abgründe von Liebe: Eine verbotene und eine zurückgewiesene Liebe erfährt Edgar in BRENNENDES GEHEIMNIS, als ausweglos stellt sich die Liebesaffäre der Irene Wagner in ANGST dar, unerfüllt und verzweifelt bleibt die Liebe Lisas in BRIEF EINER UNBEKANNTEN. Und im Film SCHACHNOVELLE, der zugleich erschütterndes Zeugnis von Zweigs Gegenwart ablegt, hegt Dr. Basil schließlich eine krankhafte Hassliebe zum Schach. Abgerundet wird die Filmreihe durch die Spielfilmdoku DREI LEBEN. FRIDERIKE, LOTTE & STEFAN ZWEIG, die die turbulenten letzten zehn Jahre des Schriftstellers thematisiert. Tina Kubek DAS KINO Stefan Zweig, Filmemacher„Ich halte eigentlich nur jene Novellen und Romane für gut, die soviel
Klemens Renoldner
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