Dichter zu Gast

07.08.2010 - 09.08.2010

BLICKE INS INNERE ÖSTERREICH
Claudio Magris


Drei Filme und drei Städte bilden den Ausgangspunkt für eine Annäherung an drei Wendepunkte der österreichischen Geschichte, die zugleich zu Schnittstellen in der Biografie von Menschen wurden, weil deren Leben durch die historischen Ereignisse in andere Bahnen gelenkt wurde – Bahnen, die bis in die Gegenwart führen. Claudio Magris, der sich von seiner frühen Erzählung Mutmaßungen über einen Säbel bis zu seinem jüngsten Roman Blindlings als obsessiver Fährtenleser solcher Umschläge der großen Geschichte in die reale Lebensgeschichte einzelner Menschen erwies, begegnet an drei Abenden österreichischen Künstlern und Wissenschaftlern, die mit ihm gemeinsam auf Spurensuche gehen: Wien, Linz und Salzburg sind jene Regionen, die ins Innere eines Landesführen, das mehr ist als die Summe seiner Widersprüche. Eine Begegnung mit Zeugnissen einer Geschichte, die nicht vergeht.

 

Sa 7. August|18:00 | DAS KIN0
Wien 89 —Zeugnisse des Übergangs
DER NACHBAR
Götz Spielmann, A 1993
Gespräch mit Michael Stavaric, Götz Spielmann und Claudio Magris
 
Wie wirkte sich der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 auf das soziale Klima der Stadt
Wien aus? Dies erörtert Claudio Magris mit dem Filmemacher Götz Spielmann und dem
Autor Michael Stavaric
 
 
So 8. August|18:00 |DASKINO
Linz/Oberösterreich 34—Zeugnisse des Bürgerkriegs
DIE KAMERADEN DES KOLOMAN WALLISCH
Michael Scharang, A 1984
Gespräch mit Franzobel, Brigitte Kepplinger und Claudio Magris
 
Welche Auswirkungen hat der Bürgerkrieg von 1934 bis hin zur Gegenwart? Darüber debattiert Claudio Magris mit dem Autor Franzobel und der Historikerin Brigitte Kepplinger im Hinblick auf Michael Scharangs Film DIE KAMERADEN DESKOLOMAN WALLISCH.
 
 
Mo 9. August|18:00 | DAS KINO
Salzburg 43 —Zeugnisse der Infamie
ZEIT DES SCHWEIGENS UND DER DUNKELHEIT
Nina Gladitz, D 1982
Gespräch mit Nina Gladitz, Rosa Gitta Martl, Gert Kerschbaumer und Claudio Magris
 
Und was geschah 1943 mit den im Salzburger Lager internierten Roma und Sinti, die zuvor in Leni Riefenstahls Film Tiefland mitspielten? Dies untersucht Claudio Magris mit der Filmemacherin Nina Gladitz, mit dem Historiker Gert Kerschbaumer und Rosa Gitta Martl, Mitbegründerin des Linzer Sinti- und Roma Vereins ›Ketani‹ und Tochter einer der wenigen die Lagerhaft überlebenden Statisten aus Riefenstahls Film.
 
Kartenverkauf & Information: www.salzburgfestival.at
 

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