Politik & Film II

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Film ist immer auch politisch und nicht „nur" Unterhaltung oder Kunst. Immer entstehen Filme in einem gesellschaftlichen Kontext, spiegeln gesellschaftliche Prozesse und Strukturen.

Der politische Film kann in zwei großen Kategorien gesehen werden: Eine, bei der die Politik direkt oder indirekt Einfluss auf die Filmschaffenden und/oder die Filmindustrie ausübt - politische Propaganda bediente sich häufig des Mediums Film - und eine zweite Kategorie, bei der AutorInnen, Regisseure oder auch staatliche Stellen Einfluss auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse nehmen, indem sie politisch relevante oder brisante Themen in den Mittelpunkt stellen.

Filme mit politischen Themen müssen sich gewollt oder ungewollt immer mit dem Thema Zensur und staatlicher Akzeptanz befassen. Diese gibt es nicht nur in totalitären Ländern sondern auch - viel subtiler - in demokratischen Gesellschaften. Das beste Beispiel ist dazu Charlie Chaplins „Der Grosse Diktator", den seinerzeit die US-amerikanische Zensurbehörde nicht genehmigen wollte.

In der Reihe „Politik und Film" werden unterschiedliche politische Themen aufgegriffen, bemerkenswerte, brisante, möglicherweise auch kontroverse und verstörende. Ebenso sollen Filme Platz haben, die historisch interessant sind. Auch in dieser Reihe wollen wir Film sowohl als ein Mittel der Reflexion als auch als emotionales Medium verstanden wissen. Film kann - wie kaum ein anderes Medium - Gefühle auslösen und wirkt „auf die Tiefenseele" des Menschen. Film erzählt immer sachlich und emotional zugleich.

Die Filme regen an über des Gesehene und Gefühlte zu reflektieren und dafür eine Sprache zu finden. Zu allen Veranstaltungen wird es eine Einführung geben und im Anschluss an den Film Gespräche mit besonderen Gästen und dem Publikum.

Dr. Michael Bilic

 

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