Studio west & DAS KINO präsentieren
salty doks
AUS DER SALZBURGER FILMSZENE
Di 17. APRIL • 19:00 • Club-Lounge 1. St.
IGOR A. CARUSO.
Wiederholen, erinnern, durcharbeiten
Österreich 2008; Regie/Buch: Michael Kolnberger; Kamera: Roland Maislinger, Sina Moser, Michael Kolnberger; Musik: Peter Valentin; 96 Min
Der Film ist eine längst überfällige Hommage an den Psychoanalytiker Igor Alexander Caruso und stellt einen Abriss der Psychoanalyse nach 1945 in Österreich dar. Er erzählt Teile der Salzburger Universitäts- und Stadtgeschichte und will auch die potenziellen Aufgaben der Psychoanalyse in einer globalisierten und entfremdeten Welt von heute kritisch reflektieren.
Der Dokumentarfilm verwendet historische Video- und Fotomaterialien, begleitet Caruso auf seiner abenteuerlichen Flucht durch das Europa der Zwischen-kriegszeit, erzählt von seinem bis heute umstrittenen Aufenthalt am Spiegelgrund und - wesentlich bedeutungsvoller - von seiner fast mythisch gewordenen Ausstrahlung auf seine damalige Studentengeneration der Postachtundsechziger.
Eine Veranstaltung von Studio West. Independent Film Sbg. und Das Kino
B.A.S.E. * Studio West präsentieren
salty doks
aus der Salzburger Filmszene
Eintritt frei!
Kritische Film-Dokumentation wieder sehen, zugänglich machen und sich gemeinsam mit Themen, wie Gesellschaft, Geschichte, Kunst & Kultur beschäftigen, die immer noch bzw. wieder Aktualität haben…
Das ist der Anspruch der Filmabend-Reihe. b.a.s.e. – Büro für angewandte Sozialforschung & Entwicklung, Studio West. Independent Film Salzburg und Das Kino gestalten zehn Filmabende pro Jahr in Kooperation und laden zum Anschauen und Diskutieren ins Foyer im 1. Stock ein.
Di 6. März • 19:00 • Club-Lounge 1. Stock
Eintritt frei!
IM GHETTO
DIE ROMA VON STOLIPINOWO
Österreich 2008; Regie: Hermann Peseckas; Buch: Andreas Kraus, Hermann Peseckas;
Kamera: Hermann Peseckas; Musik: Petar Vaklinov; 75 Min; bulgar. OmU
Stolipinowo im bulgarischen Plowdiw ist mit über 40.000 Einwohnern das größte Roma-Ghetto Südosteuropas.
Am Beispiel des aus allen Nähten platzenden Viertels werden der Zusammenhang zwischen rassistischer Ausgrenzung und Armut der ›Zigeuner‹, sowie die Ursachen ihres fortschreitenden, ›freiwilligen‹ Aufgehens in der zweiten großen Minderheit des Landes, den bulgarischen Türken, sichtbar gemacht.
Der Dokumentarfilm rekonstruiert die Entstehungsgeschichte des Ghettos seit den 1930er Jahren und beschreibt die extremen Lebensbedingungen aus dem Blickwinkel der Roma. In Stolipinowo gibt es seit 1991 ein sehr aktives autonomes Selbsthilfezentrum, das nach Auswegen aus der sozioökonomischen Misere und der ethnischen Isolation sucht. Die NGO formiert sich zunehmend auch als politische Kraft und dient den unzähligen Roma-Vierteln des Landes als leuchtendes Vorbild. Anton Karagiosow, Initiator und Leiter der NGO, führt das Kinopublikum durch das Viertel und erklärt wortgewandt die Besonderheiten des Alltags im Ghetto.