NERUDA

Spanien/Argentinien/Chile 2016; Regie: Pablo Larraín; Drehbuch: Guillermo Calderón; Kamera: Sergio Armstrong; Schauspieler: Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán, Diego Muñoz, Pablo Derqui, Michael Silva, u.a.; Produzent: Juan de Dios Larraín; Musik: Federico Jusid; 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
FSK 12



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"Beste Kamera", Fenix Awards 2016
"Beste Regie", Int. Filmfestival La Habana 2016


1948 bezichtigt der chilenische Senator Pablo Neruda, seines Zeichens berühmter Dichter und Kommunist, die Regierung von Präsident Videla des Verrats. Die Retourkutsche folgt sofort in Form von Nerudas Amtsenthebung, seiner Verhaftung kann er nur durch Flucht entgehen. Zusammen mit seiner Frau Delia versucht er, das Land unbemerkt zu verlassen. Doch der Polizist Peluchoneau ist ihnen bereits hartnäckig auf den Fersen, wodurch ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, dem Neruda einen gewissen Reiz abgewinnen kann. Immer wieder führt er seinen Verfolger mit falschen Spuren in die Irre, und schon bald verbreitet sich seine Geschichte in die ganze Welt. In der beeindruckenden Bergwelt Chiles macht sich Neruda dann für das endgültige Ende seines Duells mit Peluchoneau bereit.

Pablo Larraín inszeniert sein Anti-Biopic über den chilenischen Dichter, Politiker und Nobelpreisträger Pablo Neruda zwischen Kammerspiel und Kriminalfilm mit Film Noir-Anleihen. Der Humor ist lakonisch, die Bilder sind barock-opernhaft. Die Annäherung an den chilenischen Nationalheiligen bewegt sich zwischen Fakten und Legenden. ›Wir wollten keinen Film über Pablo Neruda machen, sondern über sein Universum, die Neruda-Welt‹, so der Regisseur. Das Bild, das der Film von seiner Hauptfigur entwirft, ist das eines ambivalenten Menschen und Künstlers, der in dieser Zeit sein Hauptwerk ›Canto General‹ vollendet, jedoch oft auch sehr eitel und selbstgefällig agiert.

›Larraín hat es geschafft, die Macht der Sprache Nerudas in Bilder und eine filmische Erzählung zu fassen‹ (kino-zeit.de).

›Ein thematisch wie stilistisch reiches biografisches Drama – so etwas wie die Verfilmung eines Neruda-Buches, das dieser nie geschrieben hat‹ (filmstarts.de).

Der Film lief zuletzt am 14.04.2017.

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