BARRY LYNDON

Großbritannien 1975; Regie: Stanley Kubrick; Drehbuch: Stanley Kubrick (nach dem Roman „Die Memoiren des Barry Lyndon“ von William M. Thackeray (1844); Kamera: John Alcott; Schauspieler: Ryan O’Neal, Marisa Berenson, Leon Vitali, David Morley, Patrick Magee, Hardy Krüger; Musik: Leonard Rosenman, The Chieftains; 184 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 6

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/e/ee/Barry_Lyndon_A.jpg http://cinetropolis.net/wp-content/uploads/2013/08/barry-lyndon-4.jpg https://aworldoffilm.files.wordpress.com/2014/01/6.jpg

TRAILER ansehen


Im FILMCLUB EXTRA wird einmal im Monat ein außergewöhnliches kinematografisches Werk von Filmjournalist Helmut Hollerweger ausgewählt und vorgestellt. Im Mai 2016 steht mit Barry Lyndon einer der schönsten Kostümfilme der Filmgeschichte auf dem Programm.

Barry Lyndon erzählt vom Aufstieg und Fall des jungen irischen Landadeligen und Abenteurers Redmond Barry, der Mitte des 18. Jahrhunderts auszieht, um sich einen besseren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Barry duelliert sich aus Liebe zu seiner Cousine, muss fliehen, wird beraubt, verdingt sich beim englischen Heer, desertiert von dort, wird dazu gezwungen, in die preußische Armee einzutreten, wird Assistent eines professionellen Falschspielers und lernt in dieser Funktion die reiche Lady Lyndon kennen, die er schließlich heiratet. Mit der Hochzeit gelangt Barry vermeintlich ans Ziel seiner Wünsche, in Wirklichkeit beginnt in der Folge jedoch sein Fall. Vor allem Lord Bullington, der Sohn seiner Frau aus erster Ehe, wird zu seinem größten Widersacher. Und schließlich verliert Barry dann auch noch den einzigen Menschen, den er wirklich geliebt hat.

Mit Barry Lyndon findet das Genre des historischen Spielfilms zu einer unerreichten Perfektion. Beeindruckend ist vor allem Kubricks Akribie, mit der er hier das 18. Jahrhundert nachstellt. Man kaufte Kostüme aus jener Epoche und kopierte sie. Die Perücken fertigte man aus dem Haar junger italienischer Novizinnen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen. Und: Für Barry Lyndon wählte Kubrick das natürliche Licht des 18. Jahrhunderts: Kerzenlicht. Hierfür verwendete er ein spezielles Objektiv, das Zeiss ursprünglich für die NASA hergestellt hatte. Das Ergebnis sind Filmbilder, die an die Werke der großen Maler jener Zeit erinnern.

Auszeichnungen
Vier Oscars 1976 – für Beste Ausstattung, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Beste Musikadaption

„In der von Klischees und Geschichtsklitterungen reichen Historie des Kostümfilms steht Barry Lyndon als Anatomie einer Kulturepoche und ihrer Gemütsverfassung einzigartig dar“ (Matthias Bauer)

„Der fraglos schönste Film Kubricks“ (Rainer Rother)

Stanley Kubrick (1928 – 1999), US-Regisseur, „hat dem Kino etwas geschenkt, was es ebenso notwendig braucht wie Mitgefühl: Vollkommenheit. Er hat ein paar der besten Filme des Jahrhunderts gedreht, und er hat den unendlichen Raum da draußen auf die Leinwand geholt, unvergesslich und für alle Zeit“ (Andreas Kilb).

Der Film lief zuletzt am 31.05.2016.

Links

VOD Club Die Beste aller Welten Was uns bindet Lady Macbeth The Big Sick The Square Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt Blade Runner 2049 Maudie Patti CakeS Victoria und Abdul Walk with me Eine bretonische Liebe Madame Augsburger Puppenkiste Borg McEnroe Mord im Orient Express Mountain Get Out Hexe Lilli rettet Weihnachten Radiance Suburbicon Alte Jungs Schloss aus Glas David Lynch: The Art of Life Battle of the Sexes Loving Vincent The Leisure Seeker Monty Python's Life of Brian