PRIDE

Großbritannien 2014; Regie: Matthew Warchus; Drehbuch: Stephen Beresford; Schauspieler: Bill Nighy, Dominic West, Andrew Scott, Imelda Staunton, George MacKay, Joseph Gilgun, Paddy Considine; 120 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 6

Die britische Premierministerin Margaret Thatcher führt im Sommer 1984 einen erbitterten Kampf gegen die Gewerkschaft der Bergarbeiter, die gegen die Privatisierung und Schließung der Minen streiken. Um während des Streiks ihre Familien ernähren zu können, sind sie auf jede Hilfe angewiesen, doch plötzlich erhalten sie Unterstützung von unerwarteter Seite: Eine Gruppe von Homosexuellen-Aktivisten möchte ihnen Geldspenden zukommen lassen.
Wenig überraschend lehnt die konservative Gewerkschaft das Angebot zunächst ab, doch so leicht lassen sich die Lesben und Schwulen nicht abwimmeln. Sie machen sich auf in ein walisisches Bergarbeiter-Dorf, um ihre Unterstützung persönlich abzuliefern. Doch nicht in jedem Waliser finden die couragierten Großstädter einen dankbaren Verbündeten und stellen so ein ganzes Dorf auf den Kopf.

Die Geschichte von PRIDE basiert auf einer wahren Begebenheit, die zur Gründung der Lesbians and Gays Support the Miners-Allianz führte. Für drei Bergarbeiter-Dörfer sammelten sie ungefähr 20,000 britische Pfund an Spenden, obwohl sie ebenso wie die Minenarbeiter von Rupert Murdochs Boulevardblatt The Sun heftig angegriffen und diskriminiert wurden. Im Gegenzug setzten sich viele Bergarbeiter-Gruppen später für die Rechte von Homosexuellen ein.

Der englische Regisseur Matthew Warchus arbeitete seit seinem Spielfilmdebut SIMPATICO (1999) ausschließlich als Theaterregisseur. Viele seiner  häufig mit Stars besetzten Produktionen in England und in den USA wurden mit Preisen ausgezeichnet, darunter ›Speed the Plow‹ (2008) mit Kevin Spacey und Jeff Goldblum oder Yasmina Rezas Stück ›Gott des Gemetzels‹ (2009) ), das in England mit Ralph Fiennes aufgeführt wurde.
In seinem zweiten Spielfilm PRIDE geht es ihm darum, „ eine auch in England fast vergessene Geschichte zu erzählen, an die sich nur noch die erinnern, die damals beteiligt waren.“, so der Regisseur. „Im Film geht es um Toleranz und Mitgefühl. Wir leben sehr individualisiert. Zwar sind wir digital miteinander verbunden, aber wir interagieren kaum mehr in Gruppen. Der Film führt zurück in eine Zeit, in der das noch geschah. Auch gibt die Globalisierung den Menschen das Gefühl, sehr klein und unbedeutend zu sein. Der Film soll daran erinnern, dass man mit etwas Fantasie viel bewirken kann."

PRIDE erzählt von zwei Gesellschaftsgruppen, die nicht viel gemeinsam zu haben scheinen, außer dass sie marginalisiert werden, in schwierigen Umständen leben und gegen die unerbittliche Politik Margaret Thatchers kämpfen. Dabei inszeniert Regisseur Warchus komisch und tragisch zugleich die historischen Fakten mit spritzigen Dialogen und vor allem liebenswerten Figuren.

Der Film lief zuletzt am 20.11.2014.

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