LEONARD COHEN: BIRD ON A WIRE

Großbritannien 1974; Regie: Tony Palmer; Schauspieler: Leonard Cohen; 106 Min., OF Englisch mit UT in Englisch
Ohne Altersbeschränkung

 http://rapeutation.com/rapeu.barbrastreisand.effect6.gif
     
      TRAILER ansehen


Leonard Norman Cohen wurde am 21. September 1934 in eine jüdischen Mittelschichtfamilie geboren, die in einem Vorort von Montreal wohnte. Im Alter von 13 Jahren erlernte er das Gitarrenspiel (um ein Mädchen zu beeindrucken), wenig später hatte er kleinere Auftritte in Cafés. Mit 17 Jahren spielte er als Student in einer dreiköpfigen Country-Folk-Band namens ›Buckskin Boys‹. Die Musik spielte für ihn zunächst eine untergeordnete Rolle, da er eine Karriere als Schriftsteller anstrebte. In Cohens Erstlingswerk, dem Gedichtband ›Let Us Compare Mythologies‹ (1956) lassen sich bereits viele seiner späteren Hauptthemen ausmachen. Sein Debüt als Sänger gab Leonard Cohen 1967 auf dem Newport Folk Festival, wo er vom Produzenten John Hammond (Columbia Records) entdeckt wurde, der in ihm einen zweiten Bob Dylan sah. Sein erstes Album ›Songs of Leonard Cohen‹ wurde in der Folk- und Songwriterszene ein großer Erfolg. Lieder wie ›Suzanne‹, ›Sisters of Mercy‹ und ›So Long, Marianne‹ gehören noch heute zu Cohens bekanntesten Kompositionen und haben eine ganze Generation bewegt. Seit über 40 Jahren ist der kanadische Dichter und Songwriter eine Ikone der Popkultur und gilt als einer der einflussreichsten Komponisten und Sänger unserer Zeit.

TRIBUTE VON BERNHARD FLIEHER
(Salzburger Nachrichten)
Leonard Cohen taucht auf. Er erzählt Regisseurin Lian Lunson ein paar Geschichten. Und gleich beim ersten Wort wird klar, warum dieser Mann so verehrt wird: Diese Stimme!
Und freilich diese Worte! Immer richtig gewählt. Und nie hat es den Anschein, als müsste er, der als Folksänger berühmt wurde, aber in erster Linie ein unbegreiflich außergewöhnlicher Poet ist, um sie ringen. Immer kommt, was er erzählt, so daher, als hätte er es tausend Mal geprobt. Das hat er auch! Macht aber nichts, denn wir müssen uns in diesem Film mit jeder Menge Neuinterpretationen von Cohen-Songs beschäftigen. Das fällt schwer, weil Cohens Originale so übermächtig sind. I’m Your Man ist nicht nur Biografie, er ist auch ein Konzertfilm. Im Jänner 2005 kamen im Opernhaus von Sydney jede Menge alt gediente und zahlreiche junge Popstars, alle auch Cohen-Verehrer, zusammen, um den Großen zu würdigen.
Zu sehen sind etwa Nick Cave, Rufus Wainwright, Jarvis Cocker und die unvermeidlichen U2. Angereichert wurde das Material aber mit Interviewausschnitten. Lunson folgt dem Prinzip, mit dem Wim Wenders Buena Vista Social Club zum Erfolg machte. Alles beginnt mit einem legendären Konzert. Ausschnitte daraus tauchen in der Folge immer wieder auf. Dazwischen wird - begleitet von historischen Fotografien - vom Schöpfer selbst über die Songs und das Leben erzählt.

_______________________________________________________________________________________

Filminhalt
Der britische Filmemacher Tony Palmer (THE SALZBURG FESTIVAL) begleitete Leonard Cohen 1972 auf seiner Welttournee und zeigte den Musiker auf der Bühne, in Interviews und Backstage. Cohen scheute damals die ungeschminkte Ehrlichkeit von Palmers Film (der eigentlich ein Promotionsfilm werden sollte) und kümmerte sich persönlich um eine komplette Überarbeitung.

Das ursprüngliche Filmmaterial ging verloren und wurde erst 2009 wiederentdeckt. Aus den 294 Filmrollen machte Palmer schließlich seine Version über diese Tour, mit der ihm eine eindrucksvolle und ungewöhnlich ehrliche Musikdoku gelungen ist.

Der Film lief zuletzt am 10.12.2016.

Links

VOD Club Die Beste aller Welten Was uns bindet Lady Macbeth The Big Sick The Square Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt Blade Runner 2049 Maudie Patti CakeS Victoria und Abdul Walk with me Eine bretonische Liebe Madame Augsburger Puppenkiste Borg McEnroe Mord im Orient Express Mountain Get Out Hexe Lilli rettet Weihnachten Radiance Suburbicon Alte Jungs Schloss aus Glas David Lynch: The Art of Life Battle of the Sexes Loving Vincent The Leisure Seeker Monty Python's Life of Brian