THE GRAND BUDAPEST HOTEL

Deutschland/Großbritannien 2014; Regie: Wes Anderson; Drehbuch: Wes Anderson, Hugo Guinness; Kamera: Robert Yeoman; Schauspieler: Ralph Fiennes, Tony Revolori, Adrien Brody, Mathieu Almaric, F. Murray Abraham u.a.; Produzent: Wes Anderson, Jeremy Dawson, Steven Rales, Scott Rudin; Musik: Alexandre Desplat; 100 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 12

Filmclub: Stefan Zweig Special
Mi 31.Mai 2017, 19:00
Einführung von Manfred Mittermayer

Kurzinhalt:

Die Erzähltechnik des Films funktioniert wie eine russische Schachtelpuppe: Im Jahr 1985 berichtet ein Schriftsteller über einen Aufenthalt im Grand Budapest Hotel in der Karpatenrepublik Zubrowka, der 1968 stattgefunden hat. Damals hat ihm der Besitzer des Hotels aus seiner Vergangenheit erzählt – als er im Jahr 1932 als arabischer Flüchtling im Grand Budapest Hotel seine Karriere begonnen hat.

Wes Anderson gestaltet daraus einen faszinierenden Film voller überraschender Wendungen und raffinierter Anspielungen. Es ist keine Verfilmung eines bestimmten Texts von Stefan Zweig, sondern ein kunstvolles Erzähl-geflecht aus dem Geist von Zweigs Literatur, die den Regisseur besonders inspiriert hat: als Beschwörung einer verlorenen Welt, von der nur mehr die Geschichten übrig geblieben sind, in denen sie weiterlebt.

Inhalt 2:

Ein Hotel mit seinen weit gereisten exzentrischen Gästen. Eine bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätige Besetzung in einer wunderbar schrägen, originellen und auch warmherzigen Komödie über ein Hotel im Europa der 30er Jahre. Ausgezeichnet mit dem Preis der Jury, Berlin 2014

Das Hotelfoyer als Welttheater: Heimlicher Regisseur wunderbarer Auf- und Abtritte ist der legendäre Concierge Monsieur Gustave.
Er kennt die Vorlieben seiner weit gereisten exzentrischen Gäste. Einige Damen wissen es ihm zu danken. So die schrullige Madame D., die ihm ein wertvolles Renaissancegemälde vermacht. Doch ihr Sohn Dimitri beschuldigt Gustave des Mordes an seiner Mutter und der Erbschleicherei. Im Zuge der turbulenten Ereignisse wird der Page Moustafa sein Vertrauter. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem verschwundenen Gemälde, geraten in einen gefährlichen Streit um ein Familienvermögen und in die Wirren einer sich dramatisch verändernden Gesellschaft der Zwischenkriegszeit.

Wes Andersons Filme sind bunt, sprudeln über vor Ausstattungslust und lassen sich wie ein Kinderbuch aufklappen, Seite für Seite, Einstellung für Einstellung. Die Schauspieler spielen nicht ihre Rollen, sie sind platziert wie Puppen, die Bilder einzelne Gemälde.
Für THE GRAND BUDAPEST HOTEL ließ sich Anderson zwar von Stefan Zweigs ›Die Welt von Gestern‹ inspirieren. Doch er will, wie er selber sagt, ›nicht die Vergangenheit zum Leben erwecken, sondern die Vorstellung eines Europas, wie es sich Hollywood in den Dreißigern ausmalte‹.
Der Eröffnungsfilm der heurigen Berlinale ist eine wunderbar schräge, originelle und auch warmherzige Komödie mit einer hochkarätigen Besetzung bis in die kleinsten Nebenrollen und erhielt den ›Großen Preis der Jury‹.

4 Oscars: Bestes Szenenbild, Beste Original-Musik, Bestes Make Up und Frisuren, Bestes Kostümdesign.

Der Film lief zuletzt am 01.08.2017.

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