D.U.D.A!

WERNER PIRCHNER

Österreich 2013; Regie: Malte Ludin; Drehbuch: Malte Ludin; Kamera: Victor Kössl; Schauspieler: Christian Berger, Erwin Steinhauer, Angela Berann, Elfriede Pirchner, Julia & Tobias Moretti, André Heller, Felix Mitterer, Josef Hader, Christian Muthspiel; 84 Min., OF Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

›Let’s have a smoke, let’s have an Obstler! Ich vermisse Dich sehr! Für meine Menschwerdung der wichtigste Tiroler!‹, schrieb Erwin Steinhauer zum Tod von Werner Pirchner im Jahr 2001.

›Eine musikalische Dokumentation‹ bezeichnet Regisseur Malte Ludin seinen Film über einen der begabtesten, eigenwilligsten und kreativsten Musiker Österreichs. Pirchner war aber auch sprachgewandt. So schreibt Felix Mitterer: ›Werner beherrschte das, was vielen Musikern versagt ist – das Wort nämlich. Er war ein unglaublich begabter Verfasser von lakonischen, ins Schwarze treffenden Texten.‹

Werner Pirchner war freier Komponist und Jazzmusiker, großartiger Vibraphonist. 1963 musizierte er mit dem Oscar-Klein Quartett. 1973 erschien sein ›Halbes Doppelalbum‹, in dem er erstmals auf satirische Weise Stellung bezogen hat zur Tiroler, zur österreichischen Wirklichkeit, auf eine derart unverblümt witzige Weise, dass viele das nicht ertragen haben. 1974 dreht er den legendären Film DER UNTERGANG DES ALPENLANDES, eine frech satirische Parodie auf alpenländisches Brauchtum, die der Vizebürgermeister von Innsbruck 1974 so kommentierte: ›Es ist gelinde gesagt eine Schande, was hier von offensichtlich modern sein wollenden Jungfilmern und Dokumentatoren publiziert wurde... Eine schamlose und verletzende Karikatur von allem, was bisher Bestand hatte.‹
Pirchner spielte zusammen mit dem Vienna Art Orchestra, Bobby McFerrin, Albert Mangelsdorff, Austria 3, Jezek Zadlo u.v.a. Als es die Salzburger Kulturstätten ARGE, Rock-House, Jazz-it und Literaturhaus nicht gab, war er Stammgast in DAS KINO mit verschiedenen Formationen, vor allem aber mit Harry Pepl dem ›Pirchner-Pepl JazzZwio‹.
Er verfasste auch Film- und Theater-Musiken für Burg-, Akademie- und Volkstheater, Theater in der Josefstadt, Bregenzer Festspiele, die Musik für den ›Jedermann‹ der Salzburger Festspiele (1995 – 2001) und gestaltete das bis heute gültige Sound-Design für ORF Kultursender Österreich 1.
Nationale Größen wie Josef Hader, Tobias Moretti, Erwin Steinhauer und Felix Mitterer erzählen von ihren Begegnungen mit Werner Pirchner, der von sich (augenzwinkernd) sagt: ›Ich bin der Beste – … in meinem Stil‹.

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