CERRO TORRE

DAVID LAMA

Österreich/Großbritannien/Argentinien 2013; Regie: Thomas Dirnhofer; Schauspieler: David Lama; 101 Min., OF Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Der Cerro Torre ist ein über 3000m hoher Granitpfeiler in Patagonien, an der Grenze zwischen Argentinien und Chile. 1959 gelang dem Italiener Cesare Maestri gemeinsam mit Toni Egger die angebliche Erstbesteigung des berüchtigten Cerro Torre in Patagonien. Doch beim Abstieg stürzte Toni Egger ab und die Kamera mit den Gipfelbildern verschwand. Ohne Beweisbilder entstanden Zweifel an der Erstbesteigung.
Die herbe Kritik bewegte Cesare Maestri 1970 zu einem extremen Schritt: Mit 360 Haken bohrte er sich in einer beispiellosen Materialschlacht mit einem Kompressor den Weg über die Südwest-Flanke nach oben. Diese Route erhielt daher den Namen „Kompressorroute“.

Aufgrund seiner steilen und glatten Wände gilt der Gipfel als große Herausforderung und im Freikletterstil sogar als unmöglich zu bewältigen. David Lama, der junge mehrfache Europa- und Jugendweltmeister und „Wunderkind“ der Kletterszene, will gerade das versuchen. Er plant – gemeinsam mit seinem Seilpartner Peter Ortner – eine freie Besteigung auf der schwierigen Kompressorroute, obwohl er in den Bergen noch wenig Erfahrung hat.
Ungünstige Wetterbedingungen und der kritische Aufschrei, der durch die internationale Kletterszene geht, weil für die Dreharbeiten neue Sicherungen am Berg angebracht werden, führen zu erheblichen Schwierigkeiten. Doch das konnte David nicht ahnen. Ihn reizte die Herausforderung des Unmöglichen: Noch nie ist es einem Kletterer gelungen diese „Nadel aus Granit“ frei zu klettern.
Doch der erste Versuch scheitert und David begreift, dass er nicht nur im Alpinklettern dazulernen, sondern auch mehr Verantwortung für sein Team und die Dreharbeiten übernehmen muss, wenn er am Cerro Torre erfolgreich sein will.

So ist ein beeindruckender Film in atemberaubenden Bildern entstanden, der sowohl eine überragende athletische Leistung dokumentiert, als auch ganz authentisch und menschlich vom Scheitern und dem langen Weg zu einem Ziel erzählt.
Dem Vorarlberger Regisseur Thomas Dirnhofer gelingt ein ehrlicher Blick in das Innenleben seiner jungen Protagonisten, die leidenschaftlich ihr Ziel verfolgen, trotz widrigster Bedingungen zusammenhalten und ihren Weg gemeinsam neu definieren.

Der Film lief zuletzt am 11.04.2014.

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