WIE MAN LEBEN SOLL

Österreich 2011; Regie: David Schalko; Drehbuch: Thomas Maurer, David; Schauspieler: Axel Ranisch, Robert Stadlober, Thomas Stipsits, Marion Mitterhammer, Bibiane Zeller, Emily Cox, Michael Ostrowski, Josef Hader, Detlev Buck, Thomas Müller, Thomas Maurer; Musik: Florian Horwath; 100 Min., OF Deutsch

Charlie Kolostrum ist übergewichtig, tolpatschig und liebenswert. Und er hat
Probleme mit dem Erwachsenwerden. Übersicht, Weitblick und taktisches Denken
gehören ebenso wenig zu seinen Eigenschaften wie Elan, Durchsetzungsvermögen
und Disziplin. Charlie ist, wie er aus einem Ratgeberbuch über
Charaktertypen weiß, ein „Sitzer“. Finanziell unterstützt ihn seine Familie,
wo es nur geht. Vor allem seine Großtante Ernestine verwöhnt ihren Charlie,
wann immer sie ihn zu Gesicht bekommt. Sein Studienberater empfiehlt ihm
Kunstgeschichte zu studieren. Also stürzt sich Charlie, gekleidet in
schwarzen Hut und Mantel, ins Studentenleben. Kaum hat er sich ans Lernen
und Feiern gewöhnt, begleitet er einen Freund nach Deutschland, um dort als
Spendeneintreiber zu arbeiten. Kurz nach seiner Rückkehr nach Österreich
lässt er sich mit einem aufgeschlossenen Swinger-Ehepaar ein und landet dann
schließlich als Taxifahrer im Mercedes-Geschwader eines Vorstadt-Despoten.
Sein eigentliches Ziel verliert er dennoch nie aus den Augen: Rocksänger zu
werden.
David Schalko zählt als Autor, Produzent und Regisseur von diversen
satirischen TV-Sendungen (SENDUNG OHNE NAMEN, WILLKOMMEN ÖSTERREICH) zu den
umtriebigsten und kreativsten Köpfen der österreichischen Fernsehlandschaft.
Mit WIE MAN LEBEN SOLL, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Thomas
Glavinic, präsentiert er nun „einen fröhlichen Film über das Scheitern
“ (Schalko). Mit einer österreichischen All-Star-Besetzung , die von Robert
Stadlober und Michael Ostrowski über Josef Hader und Robert Palfrader bis
hin zu Lukas Resetarits und Thomas Maurer reicht, zeichnet et er das schräge
Porträt der „Generation Naja“: WIE MAN LEBEN SOLL ist gleichsam eine kleine
Zeitreise in das studentische Leben der späten 80er und frühen 90er Jahre,
ein Rückblick auf jene unwiederbringlich vom Leistungsdenken dahingeraffte
Uni-Kultur, in der Zukunftsangst allenfalls ein Seminarthema und der
Studienabschluss ein eher gefürchtetes denn herbeigesehntes Ereignis war.
„Etliche Animationen und visuelle Finessen machen Schalkos neueste
Regiearbeit zu einem kreativen Coming-Og -Age-Film made in Austria
“ (www.filmering.at.)

Der Film lief zuletzt am 31.10.2011.

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