THE GUARD

EIN IRE SIEHT SCHWARZ

Irland/Großbritannien/Argentinien 2010; Regie: John Michael McDonagh; Drehbuch: John Michael McDonagh; Kamera: Larry Smith; Schauspieler: Brendan Gleeson, Don Cheadle, Mark Strong, Fionnula Flanagan, Liam Cunningham, David Wilmot, Katarina Cas, Rory Keenan, Dominique McElligott, Sarah Greene, u. a.;; Musik: Calexico; 96 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
FSK 16


Gerry Boyle ist Polizist an der irischen Westküste. Er hat einen eigenartigen Sinn für Humor, eine Vorliebe für Prostituierte und eine Mutter, die im Sterben liegt. Kurz gesagt, Gerry Boyle hat zu viel um die Ohren, um sich auch noch um einen geheimnisvollen Toten zu kümmern, der in einer Ferienwohnung gefunden wird. Ganz anders sein neuer Assistent, dem die Chancen, die so ein Gewaltverbrechen bietet, vollkommen den Kopf zu verdrehen scheinen. Die Tage der beschaulichen Ruhe sind vorbei, als der FBI Agent Wendell Everett auftaucht. Er berichtet von einem Drogentransport, der 500 Millionen Dollar wert sein soll. In den nächsten Tagen wird die heiße Fracht die Küste erreichen. Alle sind alarmiert, und um Gerry Boyles geregelte Tagesabläufe ist es geschehen. Die Dinge laufen immer mehr aus dem Ruder und letztendlich erkennt der aufrechte Gerry Boyle, dass er die Dinge selbst in die Hand nehmen muss. Der Einzige, dem er dabei noch vertrauen kann, ist ausgerechnet FBI-Agent Everett. Für einen westirischen Kleinstadtpolizisten ist das der denkbar schwierigste Partner.

›Es ist nicht der Plot oder das Genre, mit dem THE GUARD besticht. Der Film brilliert durch seine nahezu perfekten Dialoge und die wunderbar verschrobenen und ambivalenten Charaktere. THE GUARD singt das Hohe Lied auf unterschätzte Eigenschaften: Renitenz, schlechte Laune, Dickköpfigkeit und Freude (auch an unvernünftigem Vergnügen) - in Irland offenbar Tugenden. Dabei spielt das schön anzusehende Land eher eine Nebenrolle. Es geht vielmehr um das Wesen der Provinz, und diese Provinz bringt angenehm eigenartige Menschen hervor. Kein Wunder also, dass THE GUARD in vieler Hinsicht an die Brenner-Filme mit Josef Hader erinnert.
Wie Brendan Gleeson den trinkenden, hurenden und zu rassistischen Ausfällen neigenden Kleinstadtbullen gibt, ist eine einzige Freude. Der Polizist ist ein Mann wie Whiskey: erdig, ungeschliffen, nur in Maßen bekömmlich und mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Don Cheadle als FBI-Agent Wendell Everett ist sein gelungenes Gegenstück: glatt, herrisch, professionell. Dass da ein Drogenschmugglerring ausgehoben werden soll, gerät in THE GUARD bald zur Nebensache - vor allem will man diese beiden Männer sich beharken sehen. Auch, weil eben nicht vollkommen klar ist, ob die Herren am Ende doch noch gute Freunde werden.‹ (Die Zeit)

Der Film lief zuletzt am 17.03.2016.

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