THE TREE OF LIFE

USA 2011; Regie: Terrence Malick; Drehbuch: Terrence Malick; Kamera: Emmanuel Lubezki; Schauspieler: Brad Pitt, Sean Penn, Jessica Chastain, Dalip Singh, Fiona Shaw; Musik: Alexandre Desplat; 139 Min., Fassung auf Englisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Der 67-jährige Regisseur Terrence Malick zählt zweifellos zu den geheimnisumwobensten Regisseuren des gegenwärtigen Kinos. Er verweigert Ruhm, meidet die Öffentlichkeit, gibt keine Interviews. Die ›Goldene Palme‹, die er in diesem Jahr für THE TREE OF LIFE gewonnen hat, ließ er von seinen Produzenten abholen. In 38 Jahren hat Malick insgesamt nur fünf Filme inszeniert. Allesamt konfrontieren sie den Kinogeher mit elementaren Fragen, eigenwilligen Bilderwelten und einem unkonventionellen Inszenierungsstil. Handlung, Figuren und Dialoge treten hierbei zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen wird mit inneren Monologen, Geräuschen, Musik und Naturaufnahmen erzählt.
Jack wächst als ältester von drei Brüdern in einer scheinbar intakten Familie auf. Doch er ist hin und hergerissen zwischen den unterschiedlichen Idealen seiner Eltern. Auf der einen Seite sein Vater, der ihn auf die harte und feindliche Welt vorbereiten möchte, auf der anderen seine Mutter, von der er die Fähigkeit, mit der Seele zu sehen, geerbt hat. Als er im Laufe seiner Kindheit mit Krankheit, Leid und Tod konfrontiert wird, verdunkelt sich seine Welt und als Erwachsener fühlt sich Jack verloren, stets auf der Suche nach seinem festen Platz. Ein einschneidendes Ereignis verändert schließlich alles…
THE TREE OF LIFE ist weniger eine klassische Kinoerzählung denn vielmehr visueller Bewusstseinsstrom und philosophisch-religiöse Meditation. Eine unglaublich rasante Montage sowie eine sehr bewegliche Kamera prägen Malicks Bildersymphonie. Naturbilder, kosmische Aufnahmen sowie impressionistische Kindheitserinnerungsbilder fügen sich hierbei zu einem rauschhaften Bilderfluss zusammen. Musikalisch unterlegt wird das Ganze mit sakralen Gesängen sowie klassischer Musik von Bach, Brahms, Mahler, Gorecki und Smetana.
›THE TREE OF LIFE‹, schwärmt die FAZ, ›führt über die Dinge des Lebens an den Grund alles Nachdenkens überhaupt: woher wir kommen, wohin wir gehen, warum Gott selbst seinen Gläubigen nicht antwortet und wie die Natur nicht stillsteht, einerlei, was uns zustößt. Dieser Film ist ein überwältigendes Erlebnis brillanten Filmemachens. Er lehrt den Zuseher ein neues Sehen.‹
Und auch die Süddeutsche Zeitung urteilt: ›Was man da sieht, ist eine Achterbahnfahrt der Wahrnehmungen, unendlich schöne Bilder.‹

Der Film lief zuletzt am 14.10.2011.

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