MIDNIGHT IN PARIS

Spanien/USA 2011; Regie: Woody Allen; Drehbuch: Woody Allen; Kamera: Darius Khondji; Schauspieler: Owen Wilson, Carla Bruni, Kathy Bates, Adrien Brody, Marion Cotillard, Rachel McAdams, Michael Sheen; Produzent: Woody Allen; 94 Min., OF Englisch, Französisch, Spanisch mit UT in Deutsch

Für den Amerikaner Gil geht ein Wunschtraum in Erfüllung, als er mit seiner Verlobten Inez, einem Mädchen aus wohlhabenden Hause, seinen Urlaub in Paris verbringen kann. Seit seiner Jugend schwärmt Gil von der dortigen Künstlerszene der Zwanzigerjahre. Wenn er nur damals hätte leben können! Hemingway, Fitzgerald, Getrude Stein, Picasso, Bunuel, Dali, Man Ray, Cole Porter – das sind die Idole des erfolgreichen Hollywood-Drehbuchautors, der sich sehnlichst wünscht, als ernst zu nehmender Schriftsteller zu reüssieren. Inez hat kein Verständnis für seine Schwärmerei. Eines Abends bricht Gil alleine auf und verirrt sich bei seinem Streifzug durch die Straßen der Stadt der Liebe. Punkt Mitternacht geschieht etwas Wundersames: Gil wird von einem 90 Jahre alten Peugeot aufgelesen, der ihn geradewegs in die Roaring Twenties transportiert, zu all den legendären Künstlern, die er immer schon bewundert hat.
Nach London und Barcelona macht Woody Allen bei seiner Europa-Tournee nun Halt in der Stadt der Liebe. MIDNIGHT IN PARIS ist eine Hommage an den Mythos Paris und ihrer Kulturgeschichte. Ähnlich wie in THE PURPLE ROSE OF CAIRO reißt der Regisseur hierfür die Trennwand zwischen Realität und Imagination kurzerhand einfach nieder und unternimmt in der Folge eine Zeitreise der besonderen Art. Mit im Gepäck hat er scharfzüngig-funkelnde Dialoge, romantische Postkartenaufnahmen von Paris sowie grandiose Akteure: Neben Owen Wilson, Adrien Brody, Marion Cotillard, Kathy Bates und Michael Sheen absolviert die französische Präsidentengattin und Sängerin Carla Bruni einen Auftritt als Führerin im Rodin-Museum. MIDNIGHT IN PARIS erzählt zum einen von der vergehenden Zeit und befragt zum anderen die vielen Seiten des französisch-amerikanischen Verhältnisses – allen voran den ungebrochenen Neid der Neuen Welt auf die Kultur des alten Europa und deren romantische Verklärung. Und so haut Hemingway in diesem Film einen Machospruch nach dem anderen heraus, gibt Gertrude Stein mütterliche Ratschläge, faselt Dalí von Nashörnern und finden sämtliche Surrealisten Gils Problem der zeitlichen Entrücktheit weniger verstörend als inspirierend. „Was für ein zauberhafter Film“, schwärmt die BERLINER ZEITUNG über MIDNIGHT IN PARIS: „Wie liebevoll und mit welcher Leichtigkeit und Heiterkeit Allen das alles erzählt, ist nur bewundernswert. Wie auch sein Umgang mit den Schauspielern: Owen Wilson musste offenbar erst auf Woody Allen treffen, um in seiner Vielschichtigkeit als Darsteller voll zu Geltung zu kommen.“ Und DER STANDARD urteilt: „Mit dem Zusammentreffen seiner Heroen der Vergangenheit gelingen Allen in MIDNIGHT IN PARIS ein paar seiner besten Sketches seit längerer Zeit.“

Der Film lief zuletzt am 31.12.2011.

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