AM ENDE DES TAGES

Österreich 2011; Regie: Peter Payer; Drehbuch: Kai Hensel, Peter Payer; Kamera: Thomas Prodinger; Schauspieler: Anna Unterberger, Simon Schwarz, Nicholas Ofczarek; 90 Min., OF Deutsch

Der Kurzurlaub mit seiner Frau Katharina kommt Robert, einem ambitionierten, eloquenten, geschmeidigen Politiker in der heißen Phase des Wahlkampfs für die Nationalratswahl ungelegen, aber er kann ihr den Wunsch nicht ausschlagen – Katharina ist nämlich schwanger und es wird die letzte Gelegenheit für lange sein, ungestört Zeit miteinander verbringen zu können. Schon bald nachdem sie Wien auf der Westautobahn mit dem Ziel Tirol verlassen haben, bemerkt Katharina, dass ihnen ein Auto folgt. Robert macht sich über sie lustig, immerhin führen auf der Autobahn alle in die gleiche Richtung. Aber Katharina hat Recht. Der Wagen lässt sich selbst durch waghalsige Manöver nicht abschütteln. Bei nächster Gelegenheit hält Robert und stellt den „Stalker“, der sich als sein Jugendfreund Wolfgang entpuppt. Mit seinem proletenhaft-aufdringlichen Verhalten scheint dieser zunächst für Robert nicht viel mehr als eine etwas unangenehme Erinnerung an seine Herkunft aus sozial schwierigen Verhältnissen zu sein. Wolfgang lässt sich jedoch einfach nicht abschütteln, und der lästige Störenfried mutiert schon bald zu einem unerbittlichen Verfolger, der mit allerlei psychologischen Spielchen – und zusehends handfesteren Methoden – Robert dazu zwingen will, sich einem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit zu stellen.
Mit AM ENDE DES TAGES präsentiert Regisseur Peter Payer (UNTERSUCHUNG AN MÄDELN, VILLA HENRIETTE, FREIGESPROCHEN) einen Thriller im Gewand eines moralischen Lehrstücks. Zentrum des Films ist hierbei das psychologische Duell der beiden Hauptfiguren. In der Rolle des psychopathischen Stalkers, der mit geradezu manischer Besessenheit die vermeintlich heile Welt seines Kontrahenten zum Einsturz bringen möchte, brilliert JEDERMANN-Darsteller Nicholas Ofczarek. Mit sichtbarer Spielfreude verleiht er dieser Auseinandersetzung stetig steigende Spannung und Bedrohlichkeit. Simon Schwarz, nicht zuletzt bekannt als Partner von Josef Hader/Brenner aus den Wolf Haas-Verfilmungen, spielt den glatten Politiker, der mit seinen nichtssagenden Textbausteinen in dieser Ausnahmesituation bald an seine Grenzen gelangt. „Ihre stärksten Szenen – und davon gibt es einige – weist die Inszenierung auf, wenn sie sich auf das Duell zwischen den so unterschiedlichen Widersachern konzentriert“, urteilt das Filmmagazin RAY über diesen Film.

Der Film lief zuletzt am 30.09.2011.

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