LA DANSE

DAS BALLETT DER PARISER OPER

Frankreich/USA 2009; Regie: Frederick Wiseman; Schauspieler: Èmilie Cozette, Aurélie Dupont, Marie-Agnès Gillot, José Martinez; Musik: Berlioz, Bach, Tschaikowsky, Gluck, Lanza; 158 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch

In seiner knapp dreistündigen Dokumentation LA DANSE widmet der 80-jährige US-amerikanische Dokumentarfilmer Frederick Wiseman seine Aufmerksamkeit einer der großartigsten Ballettkompanien der Welt – dem Ballett der Pariser Oper. Die Kamera streift durch das riesige Palais Garnier, durchquert den opulenten Bau aus dem 19. Jahrhundert vom labyrinthischen unterirdischen Gewölbe bis zum Dach, wo ein Imker Bühnen züchtet. Wiseman und sein Team begleiten diverse Proben der Spielzeit 2008, insgesamt sieben Tanz-Produktionen – von Nurejews „Nussknacker“ bis zu Sasha Waltz‘ „Roméo et Juliette“. Probenausschnitte wechseln mit fertigen Choreografien ab.
Dazwischen werden Kostüm- und Maskenbildner ebenso mit ihrem Anteil an einer Produktion gewürdigt wie die Näherinnen. Eine Betriebsversammlung schwört die Truppe auf den Geist des gestrengen Hauses ein. In der oberen Etage wird eine Gala für die Sponsoren ausgerichtet. Und Ballettdirektorin Brigitte Lefèvre kümmert sich bestimmt, aber fürsorglich um ihre Schäfchen. Der – puristische – Film verzichtet hierbei auf jeden Kommentar aus dem Off, auf Begleitmusik, auf Erklärungen oder Experten-Interviews – „und trotzdem kommt man am Ende sehr beschenkt aus dem Kino“ (Die Zeit). „LA DANSE“, schreibt die FRANKFURTER RUNDSCHAU, „bringt beides auf einmal ins Kino: Den Tanz als Arbeit und den Tanz als Zauber.“ Und DIE ZEIT schwärmt: „An dieser dreistündigen Liebeserklärung an das Ballett der Pariser Oper kann man sich kaum sattsehen.“

Der Film lief zuletzt am 19.08.2011.

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