CYRUS

MEINE FREUNDIN, IHR SOHN UND ICH

USA 2010; Regie: Jay & Mark Duplass; Drehbuch: Jay & Mark Duplass; Kamera: Jas Shelton; Schauspieler: John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener, Matt Walsh; Musik: Michael Andrews; 93 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch

John ist ein geschiedener Pechvogel mit nur wenigen Sozialkontakten. Auf Drängen seiner Ex-Frau und gleichzeitig besten Freundin Jamie begleitet er sie und ihren Verlobten Tim auf eine Party. Zur Überraschung aller gelingt es John tatsächlich, jemanden kennen zu lernen: die attraktive und lebhafte Molly. Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort und die Beziehung entwickelt sich gut, allerdings weigert sich Molly vehement, John mit zu sich nach Hause zu nehmen, was diesen bald misstrauisch macht. John geht dem Ganzen auf die Spur und muss feststellen, dass es tatsächlich noch einen anderen Mann in Mollys Leben gibt: ihren Sohn Cyrus, einen 21-jährigen New Age-Musiker. Cyrus ist der beste Freund seiner Mutter und die beiden verbindet eine unkonventionelle, enge Beziehung. Cyrus würde alles tun, um Molly zu beschützen - und er ist definitiv nicht bereit, sie mit jemandem zu teilen.
Die Brüder Jay und Mark Duplass haben eine Vorliebe für kleine, kostengünstige Filmproduktionen mit improvisierten Drehbüchern und Laiendarstellern. Mit CYRUS bewegen sie sich – nicht zuletzt aufgrund der Schauspielstars John C. Reilly und Marisa Tomei – in Richtung Hollywood-Komödie. Vom Mainstream-Kino sind sie dennoch weit entfernt, zu unglamourös präsentiert sich ihre Version einer romantischen Komödie. CYRUS erzählt von unmöglichen Nahverhältnissen und zwingt hierbei den Zuseher immer wieder gnadenlos zum Fremdschämen. Etwa wenn zu Beginn John von seiner Ex-Frau beim Onanieren erwischt wird, oder wenn der übergewichtige Sohn wie selbstverständlich das Bad mit seiner Mutter teilt. Jay und Mark Duplass schrauben ihren Film in immer groteskere Höhen, sie erzählen dialoglastig und mit wackeliger Kamera und können sich hierbei auf durchweg ausgezeichnete Schauspieler verlassen. „CYRUS“, schreibt DER STANDARD, „ist eine irrwitzige Dreiecksgeschichte: Die Nähe dieses Sohnes zu seiner Mutter, deren Maß an Intimität und Vertrautheit ist nachgerade schmerzvoll.“

Der Film lief zuletzt am 12.08.2011.

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