PRIPYAT - DIE VERLASSENE STADT

Österreich 1999; Regie: Nikolaus Geyrhalter; Drehbuch: Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter; Kamera: Nikolaus Geyrhalter; 100 Min., OF Russisch, Ukrainisch mit UT in Deutsch

Der Reaktorunfall von Tschernobyl (am 26.4.1986) - zunächst verschwiegen, bagatellisiert und heruntergespielt dringt erst nach Tagen an die Öffentlichkeit. Er hat unwiederbringlichen Verluste und weitreichende Folgen ausgelöst. 13 Jahre nach der verheerenden Atomkatastrophe hat sich der österreichische Filmemacher Nikolaus Geyrhalter nach Tschernobyl auf Spurensuche begeben:
Die Stadt Pripyat liegt fünf Kilometer neben dem Atomkraftwerk Tschernobyl. 50.000 Menschen haben hier bis 1986 gelebt. Heute ist Pripyat eine von der Miliz schwer bewachte und hoch kontaminierte Geisterstadt inmitten der radioaktiv verseuchten Zone, die von der Ukraine bis tief nach Weißrußland reicht. Die Dörfer wurden größtenteils evakuiert. Wer in die Zone will, braucht spezielle Genehmigungen. Sie ist ein willkürlich mit dem Zirkel abgemessenes Gebiet und entspricht nicht der realen Verseuchung der Böden.
"Pripyat" erzählt von der Geisterstadt und von den Menschen, die für Forschungsarbeiten dort arbeiten oder illegal wieder zurückgekehrt sind. Und er erzählt vom Überleben in einem improvisierten Mikrokosmos, in dem man nichts essen, nichts trinken und bei Wind keinen Staub einatmen sollte.

Der Film lief zuletzt am 01.07.2011.

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