WINTER'S BONE

USA 2010; Regie: Debra Granik; Drehbuch: Debra Granik, Anne Rosellini; Kamera: Mark White; Schauspieler: Jennifer Lewrence, John Hawkes, Dale Dickey, Lauren Sweetser; 100 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch

Die 17-jährige Ree lebt mit ihrer kranken Mutter und ihren beiden jüngeren Geschwistern in einem abgelegenen Haus im Süden Missouris. Ihr Vater, ein Drogenlieferant, war im Gefängnis, ist nun aber verschwunden. Ree muß ihn jedoch finden, denn er hat, um auf Kaution freizukommen, das Haus verpfändet. Taucht er nicht innerhalb von acht Tagen auf, muß die Familie das Haus räumen. Ree macht sich in der Umgebung auf die Suche. Doch zunächst will ihr nicht einmal ihr Onkel Teardrop helfen. Bei den übrigen Personen, die über den Verbleib ihres Vaters Bescheid wissen könnten, stößt sie sogar auf offene Ablehnung und Drohungen. Dass ihr Vater in kriminelle Machenschaften verwickelt war, wissen zwar alle in der Gegend, aber keiner will ihn gesehen haben. Je entschlossener Ree in den Nachforschungen vorgeht, umso gefährlicher wird die Suche.


WINTER'S BONE ist das eindringliche Porträt einer amerikanischen Provinzregion, in der die meisten Bewohner miteinander verwandt sind, in der die Armut dazu führt, dass gebratene Eichhörnchen ein Festmahl sind und in der der Winter ohne ausreichend Brennholz höchst unangenehm werden kann. Die karge, unwirtliche Landschaft der Ozark Mountains spielt demgemäß auch eine Hauptrolle in dieser Studie über die Widerstandsfähigkeit einer jungen Frau. Denn die Unbarmherzigkeit der winterlichen Landschaft widerspiegelt gleichsam das Verhalten der Figuren, einer verschworenen, abweisenden und sehr schweigsamen Gemeinschaft. Mit unbeirrbarem Willen kämpft die 17-jährige weibliche Hauptfigur gegen die Isolation und gegen das Verschweigen. In ihrem knallharten Pragmatismus erinnert sie hierbei ein wenig an die 14-jährige Heldin aus Joel und Ethan Coens aktuellen Western "True Grit". In unspektakulären, dokumentarisch anmutenden Bildern beobachtet Regisseurin Debra Granik die brutale Welt dieser Menschen, verzichtet hierbei aufs Psychologisieren und Dramatisieren und baut dennoch eine unglaubliche Spannung auf.
>WINTER'S BONE<, urteilt die TAZ Berlin, >erzeugt einen Sog, der bis zur letzten Sekunde des Films anhält. Minute um Minute entwickelt sich der Film dabei mehr und mehr zu einem Thriller. Jennifer Lawrence als Ree ist sensationell." Und EPD-FILM schreibt: "Die amerikanische Provinz in all ihrer sozialen Härte, gefilmt als düsterer Western: WINTER'S BONE ist die Independent-Sensation der diesjährigen Oscars.< Auf dem Sundance-Festival 2010 gewann WINTER'S BONE den Großen Preis der Jury.

Der Film lief zuletzt am 13.05.2011.

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