DAS ENDE IST MEIN ANFANG

IL FINE E IL MIO INIZIO

Deutschland/Italien 2009; Regie: Jo Baier; Drehbuch: Ulrich Limmer, Folco Terzani; Schauspieler: Bruno Ganz, Elio Germano, Erika Pluhar, Andreas Osvárt, Nicoló Fitz-William Lay; 98 Min., Fassung auf Deutsch

Der Italiener Tiziano Terzani bereiste viele Jahre lang mit großer Leidenschaft den asiatischen Kontinent, unter anderem als Korrespondent für das deutsche Wochenmagazin "Der Spiegel". Wie kaum ein anderer westlicher Journalist kannte er die Länder Asiens - 1972 fing er in Singapur an, berichtete später aus Hongkong, Peking, Tokio oder Bangkok. 1975 war er einer der wenigen Ausländer, die in Saigon blieben, als Vietnams Kommunisten die Stadt übernahmen. Mitte der 1980er Jahre, Terzani lebte schon länger in China, wurde er plötzlich verhaftet, antirevolutionärer Aktivitäten beschuldigt, einen Monat lang umerzogen und schließlich ausgewiesen. Als oftmals exklusiver Berichterstatter prägte Tiziano Terzani das europäische Bild von Asien entscheidend mit. Nach seiner Tätigkeit als Korrespondent widmete er sich im Himalaya dem Schreiben einiger Bücher über seine Reisen. Er starb 2004 an einer Krebserkrankung in Florenz.
DAS ENDE IST MEIN ANFANG sind die Lebenserinnerungen Terzanis, aufgezeichnet von seinem Sohn Folco: Gespräche, die er mit ihm führte, bereits im Bewusstsein des herannahenden Todes. Es ist das Vermächtnis eines der interessantesten Zeitzeugen und vielschichtigsten Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts und ein Kultbuch für alle, die über sich selbst und den Zustand der Welt nachdenken. Von den großen Geschichten seines Lebens wird da erzählt, und von seinen spirituellen Erfahrungen. Auf seinen eigenen Tod hat sich Tiziano Terzani wie auf ein "letztes großes Abenteuer" vorbereitet, ihm sieht er gelassen entgegen. Nach dem Buch von Folco Terzani und unter gleichnamigem Titel hat Regisseur Jo Baier eine einfühlsame und bewegende filmische Adaption geschaffen. Allen voran Bruno Ganz macht den Film mit einer schauspielerischen Tour de Force zu einem eindrucksvollen und zeitlosen Drama menschlicher Möglichkeiten. An seiner Seite überzeugt der junge italienische Schauspielstar Elio Germano als Folco. Beide erzählen sie auch die Geschichte einer tiefen Annäherung zwischen einem Vater und seinem Sohn.
"Ein Film über das Sterben, der Kraft zum Leben gibt, denn das Einzige, was wirklich zählt, ist das Jetzt", schreibt kino.de

Der Film lief zuletzt am 23.10.2011.

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