V1: PRÄSENTATION DES ARGE ALP DIALAKTATLAS
60 Min.
Präsentation: Dr. Hannes Scheutz
Eine akustische Reise durch die Dialekte des Alpenraums - dazu lädt die „sprechende Landkarte" der Arge Alp ein, die beim Bergfilmfestival präsentiert wird. Per Mausklick kann man auf einer Landkarte von insgesamt 27 Orten im Raum der Alpenländer die Unterschiede in den Ortsdialekten zu mehr als 100 Begriffen, Redewendungen und Sätzen anhören. Der erfasste Bereich reicht von Graubünden (Schweiz) im Westen über Salzburg im Osten und Norden bis nach Südtirol bzw. Trentino (Italien) im Süden. Für die Umsetzung des von der Arge Alp initiierten und finanzierten und vom Land Salzburg in der Arge Alp repräsentierten Projekts „Deutsche Dialekte im Alpenraum" zeichnet der Salzburger Germanist Hannes Scheutz verantwortlich. Für ihn ist das Projekt in dreifacher Hinsicht einzigartig: „Es ist der erste Dialektatlas, der grenzübergreifend alle deutschsprachigen Alpenregionen umfasst. Es ist ein Dialektatlas zum Hören, nicht nur zum Lesen. Und es ist ein Dialektatlas, der dank Internet unkompliziert alle an Mundart Interessierte ,anspricht‘." Mit der Maus geht die Reise von Ort zu Ort und von Wort zu Wort: Man wählt beispielsweise im Bereich des Wortschatzes die Bezeichnung für ein junges Mädchen und hört Erstaunliches: Vom schwäbischen „Feel" zur Südtiroler „Gitsche", von der Vorarlberger „Schmelg" zum Graubündner „Meiki", vom Elsbethener „Dirndl" zur Pinzgauer „Mötzn". Aufschlussreich ist auch der Generationenvergleich: Es wurde nicht nur der Basisdialekt der älteren Generation aufgezeichnet, sondern auch die stärker umgangssprachlich geprägte Sprechweise der jüngeren und mittleren Generation. Wo verlaufen markante Dialektgrenzen? Welche überraschenden Gemeinsamkeiten zeigen sich trotz aller sprachlichen Vielfalt? Welche Dialektlandschaften werden im sprachlichen Alpenpanorama erkennbar? Präsentiert wird der Dialektatlas von Hannes Scheutz am Freitag, 26. November, um 18 Uhr im 1. Stock (Das Kino). Zu sehen und hören ist der Dialektatlas dort für Sprachaffine während der gesamten Festivaldauer.
Der Film lief zuletzt am 26.11.2010.
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