10/PROGRAMM 12: HIMALAYA - LADAKH

ABENTEUER BERG - ABENTEUER FILM 2010

Frankreich 2008; Regie: Marianne Chaud, Jean Boggio Pola; 117 Min., Fassung auf Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

HIMALAYA, LE CHEMIN DU CIEL


FR 2008, Marianne Chaud, 65 min
Mit "Himalaya, le chemin du ciel" zeigt die Ethnologin Marianne Chaud berührende und einfühlsame Einblicke in das Leben des achtjährigen, Mönches Kenrap. So wie er leben viele Kindermönche in den buddhistischen Klöstern im Himalaya. Kenrap wurde auf eigenen Wunsch im Alter von fünf Jahren von seiner Familie ins Kloster gebracht. Er glaubt, dass er in einem früheren Leben bereits Mönch war und möchte auf diesem Weg fortschreiten. Der Alltag im Kloster ist hart und karg. Die Kinder müssen Holz sammeln, Wasser holen, kochen, lernen, philosophieren und beten. Trotzdem sind sie ausgelassen und heiter. Einmal im Jahr, in der größten Kälte des Winters, pilgern die Erwachsenen und die Kindermönche hinunter in die Dörfer, und beten um Schutz für die Dorfbewohner. Diese beschwerliche Wanderung ist eine Prüfung für die jungen Zöglinge, aber auch eine willkommene Abwechslung in der frei gewählten Monotonie des Klosterlebens. Außerdem sehen die Jungs ihre Familien wieder. Marianne Chaud begleitet mit ihrer Kamera die Kindermönche wie in einem Tanz: Immer in ihrer Nähe und doch in gebührendem Abstand. Statt weihevoller Pilger begegnen uns fröhliche Rotzlöffel mit viel Herz und Verstand.
2006 war Marianne Chaud als Ko-Autorin an der Produktion des Filmes "Becoming a woman in Zanskar" beteiligt, 2007 drehte sie den mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm "Himalaya, land of women". "Himalaya, le chemin du ciel" erhielt beim Bergfilmfestival in Trento den "Grand Prize", so auch beim Georges de Caunes Film Festival (Frankreich), den Publikumspreis sowie "National Geographic Award" beim Autrans Film Festival (Frankreich) und zehn weitere Auszeichnungen.

KARSHA


FR 1997, Jean Boggio Pola, 52 min
Zanskar ist eine Hochebene in einem Tal im Himalaya auf 4.000 m im nordöstlichen Indien, in Ladakh. Es gibt nur eine Straße, die dorthin führt. Mit Winterbeginn schließen Kälte und Schnee für Monate die Hochebene von der übrigen Welt ab. Der Film ist während dieser Zeit der Abgeschlossenheit entstanden und zeigt eindrucksvoll das Leben, den Alltag in dieser kargen Ausgesetztheit. Der Film wurde mit dem Großen Preis in Trient ausgezeichnet.

Der Film lief zuletzt am 10.12.2010.

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