I LOVE YOU PHILLIP MORRIS
USA 2009; Regie: John Requa, Glenn Ficarra; Drehbuch: John Requa, Glenn Ficarra; Kamera: Xavier Pérez Grobet; Schauspieler: Ewan McGregor, Jim Carrey, Leslie Mann, Rodrigo Santoro; Musik: Gary Calamar; 102 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch Ohne Altersbeschränkung
Geschäftsmann Steven Russell führt ein ganz normales, geregeltes Leben mit Frau, Kind, Haus und sonntäglichem Gesang im Kirchenchor. Bis er eines Nachts einen schweren Autounfall samt Nahtoderfahrung hat. Als Steven im Krankenhausbett aufwacht, beschließt er, seine Lebenslüge zu beenden und fortan seine Homosexualität zu leben und eine "Vollblutschwuchtel" zu sein. Er lässt Frau und Heim in Texas links liegen, zieht ins feierhungrige Florida und stürzt sich ins pralle Leben. Parties, Kerle, exklusive Restaurants, teure Uhren, schnelle Autos - Steven lässt nichts mehr aus. Kein Wunder, dass ein solcher Lebensstil eine Portion Kreativität in der Geldbeschaffung erfordert. Aber irgendwann fliegt alles auf und Steven landet als Hochstapler im Knast. Dort lernt er seine große Liebe, den schüchtern-jungenhaften Phillip Morris kennen. Und ausgerechnet in einem texanischen Gefängnis genießen die beiden Liebenden ihre Zweisamkeit. Alles könnte so schön, wenn Steven nicht in eine andere Haftanstalt verlegt werden würde. Denn damit fangen die Probleme für Lebemann Steven erst richtig an I LOVE YOU PHILLIP MORRIS beruht auf einer wahren Geschichte: Er erzählt die unglaubliche Biografie des Ex-Polizisten, Ex-Ehemanns, Ex-Versicherungsvertreters, genialen Hochstaplers und Ausbrecherkönigs Steven Russell und dessen Liebe zu seinem Zellengenossen Phillip Morris. Auf allzu großen Herzschmerz verzichtet die Verfilmung der Love-Story allerdings, temporeich und witzig rückt der Film vielmehr die komödiantischen Momente in den Vordergrund - und er zeigt Homosexualität auch von ihrer körperlichen Seite. Mit Jim Carrey als charmantem Schlitzohr Steven und Ewan McGregor als naivem Phillip sind die beiden grundverschiedenen Charaktere hervorragend und ausdrucksstark besetzt. BERLIN ONLINE urteilte über den Film: "Eine herrlich trashige Tragikömödie, in der Homosexualität völlig selbstverständlich und ansonsten nichts so ist, wie es scheint."
Der Film lief zuletzt am 20.08.2010.
Links
|