BAARIA

Italien 2009; Regie: Giuseppe Tornatore; Drehbuch: Giuseppe Tornatore; Kamera: Enrico Lucidi; Schauspieler: Francesco Scianna, Margareth Madè, Raoul Bova, Giorgio Faletti, Leo Gullotta; Musik: Ennio Morricone; 150 Min., OF Italienisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Sizilien, zu Beginn der 1930er Jahre. Peppino aus dem kleinen Städtchen Baarìa, ist ein lebenshungriger Junge voller großer Pläne. Doch das Leben ist hart in diesen Jahren und das Geld fehlt an allen Enden. Zum Tausch gegen einen Laib Käse schickt sein Vater den jungen Peppino den Sommer über zu einem Schafhirten. Peppino lässt sich jedoch nicht unterkriegen: Allen Widrigkeiten zum Trotz versteht er es, aus der Not eine Tugend zu machen und sich voll Inbrunst gegen die Entbehrungen zur Wehr zu setzen. Immer wieder wird er Zeuge sozialer Ungerechtigkeiten durch die Faschisten, die in Italien für Angst und Schrecken sorgen. Bald entdeckt er sein Interesse für Politik und er versteht es, auch andere für seine Ideale zu begeistern.
Nach dem Krieg, Peppino ist inzwischen ein junger Mann geworden, verliebt er sich in die schöne Mannina. Als Kommunist stößt er aber bei ihren Eltern auf Widerstand. Und auch seine ambitionierte politische Karriere bleibt nicht ohne Widersprüche und Turbulenzen. Doch Peppino und Mannina sind bereit, voller Leidenschaft für ihre Träume zu kämpfen.
Wie schon in seinen früheren Erfolgsfilmen CINEMA PARADISO und DER ZAUBER VON MALÈNA wendet sich Regisseur und Oscar-Preisträger Guiseppe Tornatore auch in seinem neuesten Werk dem Italien der 1930er Jahre zu. Mit BAARÌA – EINE ITALIENISCHE FAMILIENGESCHICHTE ist ihm eine bewegende Hommage an seine sizilianische Heimat und zugleich eine liebevolle Erinnerung an die eigene Geschichte gelungen. Sein Generationenepos wirft einen tragikomischen Blick auf die sozialen und politischen Umwälzungen der Zeit und das Leben der Dorfbewohner. Grandiose Landschaftsaufnahmen und die kongeniale Filmmusik von Ennio Morricone, bewährter Meister seines Faches, runden den Film ab.
BAARÌA – EINE ITALIENISCHE FAMILIENGESCHICHTE war der erste italienische Film seit 18 Jahren, der im vergangenen Herbst das Filmfestival von Venedig eröffnen durfte. In Italien landete er einen großen Publikumserfolg und wurde für den Golden Globe als bester fremdsprachiger Film nominiert. Tornatore verfolgt, so KINO KINO, das Leben einer sizialianischen Familie „vom Großvater bis zum Enkel, mit magischen Bildern, die die Tragik und Schönheit des Lebens erzählen.“ Und PROGRAMMKINO.DE urteilt über den Film: „Magischer Realismus, Schelmenstück und Politchronik mischen sich gekonnt.“

Der Film lief zuletzt am 11.06.2010.

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