LA PEAU DOUCE

DIE SÜSSE HAUT

Frankreich 1964; Regie: François Truffaut; Drehbuch: François Truffaut, Jean-Louis Richard; Kamera: Raoul Coutard; Schauspieler: Jean Desailly, Françoise Dorleac, Nelly Benedetti, Daniel Ceccaldi; Musik: Georges Delerue; 113 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Pierre Lachenay ist ein bekannter Literaturkritiker und Wissenschafter. Er ist verheiratet und hat eine zehnjährige Tochter. Als er für einen Vortrag über Balzac nach Lissabon fliegt, lernt er die hübsche Stewardess Nicole kennen. Er verliebt sich in das 20 Jahre jüngere, lebenslustige Mädchen und verbringt eine Liebesnacht mit ihr. Fortan trifft er sie nun so regelmäßig wie heimlich. Er organisiert eine Reise nach Reims, wo er einen Film über André Gide vorstellen soll. Sein eigentliches Ziel ist es aber, ein paar Tage ungestört mit Nicole zu verbringen. Das Glück wird jedoch gestört und es entstehen erste Risse in der Beziehung zwischen dem Intellektuellen und der Stewardess. Nach einem Landaufenthalt mit Nicole zerbricht die Ehe. Aber auch die Beziehung zu Nicole erweist sich als fragil. Und dann entdeckt die Ehefrau fatalerweise Fotos von Pierre und Nicole.
In LA PEAU DOUCE entwickelt François Truffaut einen melodramatischen Stoff zur kritisch-analytischen Beschreibung männlicher Verhaltensweisen zwischen Realitäts- und Lustprinzip.
„Ein Mann, seine Frau, seine Geliebte: das klassische Trio, banal, konventionell. Aber die Richtigkeit der Beobachtung, die Zurückhaltung der Regie, die Genauigkeit der Charaktere sprengen diese Banalität – und man stellt fest, dass man zum ersten Mal auf der Leinwand einen Ehemann sieht, der seine Frau betrügt“ (Pierre Billard, 1964).

Der Film lief zuletzt am 21.04.2010.

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