THE BOHEMIAN GIRL

LAUREL & HARDY

USA 1932; Regie: James Horne, Charles Rogers; Drehbuch: Alfred Bunn; Kamera: Art Lloyd, Francis Corby; Schauspieler: Stan Laurel, Oliver Hardy, Mae Busch, Antonia Moreno, Jaqueline Wels, Darla Hood, James Finlayson, William B. Carleton, Zeffi Tilbury, Mitchell Lewis, Felix Knight, Lane Chandler, Paulette Goddard; Musik: Nathaniel Shilkret; 67 Min., OF Englisch mit UT in Deutsch
Ohne Altersbeschränkung

Vorfilm:
BELOW ZERO 1930, 20 Min
Wieder einmal müssen Laurel & Hardy ihren Lebensunterhalt als Straßenmusikanten verdienen. Während eines Schneesturmes haben sie Glück: sie finden eine Brieftasche. Ihr erster Weg führt ins nächste Restaurant, wo sie sogar den Polizisten großzügig auf eine Runde einladen. Dieser jedoch ist nervös, denn er hat „etwas“ verloren ...
BELOW ZERO ist eine kuriose, bizarre, fast surrealistische Comedy und hat einen bedächtigen Rhythmus (ohne langsam zu wirken) und kommt bis auf die Restaurant- Szene fast ohne Dialog aus. Auch die Zusammenstösse mit den musikempfindlichen Passanten (darunter eine alte Dame, die Hardy eine Milchflasche über den Schädel schlägt und sein Akkordeon demoliert) werden großenteils schweigend ausgetragen. BELOW ZERO ist einer der ausgefallensten und intelligentesten Laurel & Hardy Filme.
THE BOHEMIAN GIRL
Die Adaption der gleichnamigen Operette von Balfe erzählt die Geschichte von Zigeunern, die von einem hohen Herrn gedemütigt werden und aus Rache sein einziges Kind kidnappen und als Zigeuner aufziehen. Jahre später kehren die Zigeuner zum Tatort zurück, wo der alte Edelmann noch immer seinem verschwundenen Kind nachweint. Dieses ist inzwischen zu einer jungen Frau herangewachsen, die natürlich keine Ahnung von ihrer wahren Herkunft hat ...
Ein Happy-End ist angesagt. BOHEMIAN GIRL ist die letzte — vielleicht nicht die beste — der Opern-Parodien von Laurel & Hardy, aber gleichwohl eine sehr unterhaltsame Comedy. Ihre Version hält sich ziemlich dicht an die Vorlage, macht aber von der Musik kaum Gebrauch, was zugegebenermaßen ein eigenartiges Konzept ist, wenn man bedenkt, wie viel Gewinn bei FRA DIAVOLO und BABES IN TOYLAND die Musik gebracht hat. Die Laurel & Hardy-Nummern —
darunter wieder einmal eine Folterkammer-Episode — entsprechen ihrem gewohnten Standard und als böhmische Zigeuner konnten sie der reichen Vielfalt an Kostümen und Uniformen, die sie schon in ihren Filmen getragen hatten, wieder einmal neue, malerische Gewänder hinzufügen.

Der Film lief zuletzt am 07.04.2010.

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