DIE WELT IST GROSS UND RETTUNG LAUERT ÜBERALL

SVETAT E GOLYAM I SPASENIE DEBNE OTVSYAKADE

Deutschland/Bulgarien/Ungarn/Slowenien 2008; Regie: Stephan Komandarev; Drehbuch: Yurii Dachev, Stephan Komandarev; Kamera: Emil Hristow; Musik: Stephan Valdobrev; 105 Min., OF , Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Italienisch
FSK 6, FSK 12 empfohlen

Ein vitaler Großvater reist mit seinem Enkel von Deutschland nach Bulgarien - mit dem Fahrrad. Ein großartiger Wohlfühl-Film, der in satten Bildern eine warmherzige Geschichte erzählt und tief in das Herz Europas führt. Das skurril-witzige Fahrr(o)admovie steckt voller Lebensweisheiten und reißt die Grenzen in unseren Köpfen nieder. Nach dem gleichnamigen Bestseller von Ilija Trojanow.
Es beginnt mit einem Autounfall. Der junge Bulgare Alexander, der als Übersetzer von Gebrauchsanweisungen für Hausgeräte in Leipzig lebt, verliert dabei seine Eltern - und sein Gedächtnis. Sein Großvater Vasil (Miki Manojlovic, Stammschauspieler bei Emir Kusturica) reist sofort nach Deutschland. Doch Alexander erkennt ihn nicht, kann sich an nichts erinnern. Da entscheidet sich der Großvater für eine ungewöhnliche Therapie. Er kauft ein Tandem. Der kauzige alte Mann, der mit seiner ausgesprochenen Sturheit schon bei den kommunistischen Machthabern aneckte, tritt mit Alexander kurzerhand die Reise von Deutschland in die Heimat Bulgarien auf dem Fahrrad an. Es beginnt ein charamant-witziger Trip, der Alexander zurück zu seinen Wurzeln führt. Erinnerungen an seine Eltern und seine Flucht nach Deutschland werden langsam wieder wach. Sogar die Liebe kreuzt die Wege des eigenwilligen Fahrrad-Duos. Steter Begleiter der Reise ist das Backgammon-Spiel. Großvater Vasil ist darin ein großer Meister. Für ihn ist das Spiel ein Sinnbild des Lebens: Es hat nichts mit Glück zu tun, denn schließlich hat man doch die Würfel selbst in der Hand. Am Ende der Reise wartet auf Alexander die große Prüfung. Der Film erhielt den Publikumspreis beim Filmfestival Zürich 2008 sowie den Publikumspreis des 12. Sofia Film Festival 2008.
›Optisch stark, voller Energie und Wärme!‹ (Variety)
›Wunderbar-sentimentales Kino, eine Ode an das Leben.‹ (Outnow)

Der Film lief zuletzt am 19.02.2010.

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