BLUTSFREUNDSCHAFT

Österreich 2009; Regie: Peter Kern; Kamera: Peter Röhsler; Schauspieler: Helmut Berger, Harry Lampl, Melanie Kretschmann, Manuel Rubey, Michael Steinoche; 95 Min., OF Deutsch
FSK 12


 


 

In BLUTSFREUNDSCHAFT beschäftigt sich Regisseur Peter Kern mit der österreichischen Vergangenheit, thematisiert Homosexualität während der Nazi-Zeit und wirft einen beängstigenden Blick auf die heutige Neonazi-Szene:
Der 16-jährige Axel überfällt mit seiner Neonazi-Clique eine soziale Einrichtung und taucht daraufhin beim 80-jährigen homosexuellen Wäschereibesitzer Gustav Tritzinsky unter. Dieser deckt den Jungen, weil er ihn an seine große Liebe erinnert, die er während der NS-Zeit an die Gestapo verraten hat. Doch Axels Gang ist mit der sich entwicklenden Freundschaft zwischen den beiden alles andere als einverstanden.
Der gebürtige Wiener Peter Kern drehte mit Rainer Werner Fassbinder, Peter Zadek und Wim Wenders und wurde durch zahlreiche Dokumentarfilme international bekannt. Seinem ›Kino der Verletzten‹ war vor zwei Jahren eine Retrospektive im Filmarchiv gewidmet. Peter Kern, Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent hatte bereits in jungen Jahren als Wiener Sängerknabe seine ersten öffentlichen Auftritte. Er besuchte die Lehrerbildungsanstalt, absolvierte eine kaufmännische Lehre und nahm Schauspielunterricht. Als Schauspieler arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder (MUTTER KÜSTER'S FAHRT ZUM HIMMEL, 1975), Wim Wenders (FALSCHE BEWEGUNG, 1975), Helmut Dietl (KIR ROYAL , 1986) oder Paulus Manker (ALMA - A SHOW BIZ ANS ENDE, 1996). 1983 inszenierte er seinen ersten Spielfilm DIE INSEL DER BLUTIGEN PLANTAGE und hat sich seither auch als Filmemacher einen Namen gemacht.
In der Hauptrolle von BLUTSFREUNDSCHAFT ist der seit 2004 in Salzburg lebende Schauspieler Helmut Berger zu sehen. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Salzburg, arbeitete später in Paris und London als Dressman und Fotomodell und wirkte auch schon in Werbespots mit. Erste Leinwanderfahrungen sammelte er als Statist in der Filmmetropole Cinecitta und wurde 1966 das erste Mal von Luchino Visconti mit einer kleinen Rolle engagiert. Zwölf Jahre verbrachte er an der Seite des großen italienischen Filmregisseurs Luchino Visconti als dessen Lieblingsschauspieler und Geliebter. In Filmen wie HEXEN VON HEUTE (1966), DIE VERDAMMTEN (1969, ›Golden Globe‹ als ›Bester Nachwuchsdarsteller‹) und LUDWIG II. (1972, Auszeichnung mit dem ›europäischen Oscar‹ David di Donatello) wurde er zum Star der Cinecittá. Als Wäschereibesitzer Gustav Tritzinsky brilliert Helmut Berger nun nach langer Zeit wieder auf der Leinwand.

Der Film lief zuletzt am 18.12.2009.

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