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CHE - GUERRILLASpanien/USA 2008; Regie: Steven Soderbergh; Drehbuch: Peter Buchman; Kamera: Steven Soderbergh; Schauspieler: Benicio Del Toro, Benjamin Bratt, Franka Potente, Lou Diamond Phillips, Julia Ormond; Musik: Alberto Iglesias; 131 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
KurzAuf der Höhe seines Ruhmes legt Ernesto >Che< Guevara alle Ämter in Kuba nieder, um im bolivianischen Dschungel unterzutauchen und mit einer kleinen Truppe die Revolution auf ganz Lateinamerika auszuweiten. Trotz ihrer Opfer und ihres Idealismus endet ihr Kampf in Verrat und Indifferenz. Der Film singt kein Hohelied auf den Revolutionär, sondern zeigt ihn als Mensch, der falsche Entscheidungen trifft und das eigene wie andere Leben aufs Spiel setzt. >Die Chronik des Wegs in den Tod erzählt Soderbergh noch besessen- detailreicher als den Triumph zuvor<, so die SZ. InhaltIn CHE, GUERILLA, dem zweiten Teil seines groß angelegten Che-Epos, erzählt Steven Soderbergh die hoffnungslos scheiternden Guerillaunternehmungen des Revolutionärs Guevara im bolivianischen Bergland in den anderthalb Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1967. Nach der kubanischen Revolution ist Che auf der Höhe seines Ruhmes. Er legt seine Ämter nieder und taucht im Dschungel von Bolivien unter, um mit einer kleinen Gruppe von kubanischen Kameraden und bolivianischen Rekruten die Revolution nach ganz Lateinamerika zu tragen. Che und seine Kampfgenossen müssen viel Hartnäckigkeit, Opfer und Idealismus für ihren Kriegszug aufbringen. Doch die Revolution verläuft sich im Dschungel. Es gibt Orientierungs- und Nachschubprobleme, die bolivianischen Bauern agieren verschlossen, zögerlich, manchmal verräterisch. Gefährten werden angeschossen und verbluten. Ches Asthmaanfälle werden immer schlimmer, und die Idee der Revolution endet schließlich in Verrat und Indifferenz. In CHE, GUERILLA, der auf Ches „Bolivianischem Tagebuch“ basiert, singt Steven Soderberg kein Hohelied auf den Revolutionär Guevara. Der Film zeigt den Guerillero als jemanden, der falsche Entscheidungen trifft und damit nicht nur sein, sondern auch das Leben anderer Menschen vergeudet. Die Kamera hält größere Distanz zum – immer müder werdenden - Helden, zeigt ihn oft in Rückenansicht. Soderbergh arbeitet mit langen Einstellungen und verzichtet weitestgehend auf Nahaufnahmen. Zunehmend weichen die Farben aus den Bildern, die in Teil Eins noch das satte Grün des Dschungels eingefangen haben. Gegen Ende wirkt CHE, GUERILLA fast monochrom, sind mit der Hoffnung auf einen Erfolg der bolivianischen Revolution auch das Licht und die Farben aus Guevaras Leben gewichen. Erfolg und Scheitern werden zu einer untrennbaren Einheit. „Die Chronik dieses Wegs in Entbehrung, Verrat und Tod“, schreibt Katja Nicodemus, „erzählt Soderbergh noch akribischer als den Triumph zuvor.“ Und PROGRAMMKINO.DE. urteilt: „Was Steven Soderbergh in den insgesamt fast viereinhalb Stunden seiner Che-Filme gelungen ist, ist eine Dekonstruktion des biografischen Films, eine bewundernswert neutrale Darstellung einer der umstrittensten Persönlichkeiten der Geschichte, ein stilistisch makelloser Film mit einer faszinierenden zentralen schauspielerischen Leistung. Ein episches Diptychon.“ Der Film lief zuletzt am 11.10.2009. Links |
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