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CHE - REVOLUCIONSpanien/USA 2008; Regie: Steven Soderbergh; Drehbuch: Peter Buchman; Kamera: Steven Soderbergh; Schauspieler: Benicio Del Toro, Julia Ormond, Rodrigo Santoro, Demián Bichir, Ramon Fernandez; 126 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
KurzDer erste von zwei Teilen erzählt vom Kampf Ernesto Guevaras und Fidel Castros gegen das kubanische Batista-Regime. Von Mexiko aus brechen sie 1956 mit andern Exilanten auf nach Kuba. Binnen zwei Jahren gelingt es ihnen, eine Guerilla-Armee zu mobilisieren und so das von den USA unterstützte Regime abzusetzen. Bald kommt es jedoch zu Differenzen zwischen den Beiden Leitfiguren der kubanischen Revolution. Viele Jahre haben Steven Soderbergh und Beniciodel Toro an ihrem Herzensprojekt gearbeitet. Das Ergebnis: >ein kompromissloses Filmexperiment mit einem großartigen Hauptdarsteller<, so die SZ. InhaltCHE; REVOLUCIÓN, der erste Teil des insgesamt viereinhalbstündigen Che-Opus von Steven Soderbergh, erzählt vom Kampf des Arztes Ernesto „Che“ Guevara und Fidel Castros in Kuba gegen das Batista-Regime. Gemeinsam mit anderen kubanischen Exilanten bahnen sich die beiden 1956 per Schiff – der legendären „Granma“ – den Weg nach Kuba. Nur zwölf von ihnen erreichen die kubanische Insel, der Rest stirbt unter Dauerbeschuss. Dennoch gelingt es ihnen innerhalb von zwei Jahren, eine derart schlagkräftige Guerilla-Armee zu mobilisieren, dass sie das von den USA unterstützte Regime absetzen können. Castro wird Kommandeur, Guevara schafft es bis zum Industrieminister. Schnell kommt es aufgrund verschiedener politischer Ansätze zu Differenzen zwischen den beiden Leitfiguren der kubanischen Revolution. Fast zehn Jahre haben Regisseur Steven Soderbergh (OCEANS ELEVEN; TRAFFIC; SEX; LIES & VIDEOTAPES) und sein Hauptdarsteller Benicio del Torro an ihrem Herzensprojekt gearbeitet. Sie haben in Kuba, Bolivien, Paris und Miami recherchiert, mit Zeitzeugen und Mitkämpfern gesprochen und sich durch Berge von Dokumentationen gearbeitet. Das Ergebnis dieses Mammutprojektes hat mit herkömmlichen Biopics aus Hollywood wenig zu tun. Der Film verknüpft vielmehr souverän und kunstfertig die verschiedenen zeitlichen und visuellen Ebenen, arbeitet sowohl mit dokumentarischen als auch den Mitteln der politischen Reportage. Nicht historische Eckdaten und einfache Erklärungsversuche stehen hierbei im Vordergrund, vielmehr ist der Film – formal und inhaltlich – ein Experiment der Annäherung. Eine sehr bewegliche Handkamera unterstreicht die fiebrige Atmosphäre, das Gefühl permanenter Bedrohung und die manchmal zu spürende Euphorie. Man sieht endlose Märsche durch den Dschungel, kleine und größere Kämpfe, eine Existenz voller Entbehrung. Dazwischen Ausschnitte aus Ches Leben, etwa seinen Auftritt in New York 1964 bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen, sowie Teile eines langen Interviews. Che Guevara wird hierbei von Benicio del Torro weniger gespielt, vielmehr scheinen Schauspieler und reales Vorbild bisweilen ineinander zu verschmelzen. Über Jahre hat sich del Torro in diese Rolle regelrecht hineingesteigert, in Cannes ist er dafür als bester Darsteller ausgezeichnet worden, in Spanien hat er einen Goya bekommen. „CHE, REVOLUCIÓN“, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, „ist ein tollkühner filmischer Stunt, Kriegsfilm und Essay gleichermaßen, ein Versuch, Besessenheit in Bildern sichtbar und spürbar zu machen.“ Und EPD-FILM urteilt: „In CHE, REVOLUCIÓN herrscht eine ansteckende Euphorie, eine Genugtuung über das Gelingen. Soderbergh inszeniert das als nüchternen Rausch. Er hat einen Actionfilm über ein Handwerk gedreht, das Tag für Tag mit selbstverständlicher Hingabe ausgeübt wird.“ Der Film lief zuletzt am 11.10.2009. Links |
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