C’EST LA VIE

SO SIND WIR, SO IST DAS LEBEN

Frankreich 2008; Regie: Rémi Bezançon; Drehbuch: Rémi Bezançon; Kamera: Antoine Monod; Schauspieler: Zabou Breitman, Jacques Gamblin, Déborah François, Pio Marmaï, Marc-André Grondin; Musik: Sinclair; 114 Min., OF Französisch mit UT in Deutsch
FSK 12, FSK 14 empfohlen

Kurz


C´EST LA VIE ist eine wunderbar turbulente Familiengeschichte mit einer originellen Erzählstruktur: Über zwölf Jahre hinweg greift Remi Bezancon fünf einzelne Tage heraus und zeigt eines der fünf Familienmitglieder an einem jeweils entscheidenden Wendepunkt des Lebens. Mit den Kindern Albert, Fleur und Raphaél verliebt man sich und wird erwachsen mit Marie-Jeanne und Robert durchlebt man die Höhen und Tiefen als Ehepaar und Eltern. Die tragikomische Familienchronik avancierte zum Publikumshit. Mitreißend , berührend und originell.

Inhalt


Fünf Tage im Leben einer Pariser Durchschnittsfamilie. Albert, der älteste Sohn, zieht im Sommer 1988 aus dem trauten Heim aus. Der Student hat bei seinem Großvater ein Zimmer gefunden. Während sich die Mehrheit der Familie durch den Freiraum mehr Platz und die Entfaltung eigener Bedürfnisse erhofft, ist der Auszug für seine Mutter Marie-Jeanne, für die die Familie alles bedeutet, eine sehr schmerzliche Erfahrung. Diese hadert mit dem Altern, beginnt noch einmal zu studieren, liefert sich Konkurrenzkämpfe mit der Tochter und denkt ernsthaft über eine Schönheitsoperation sowie einen Seitensprung nach. Das jüngste Familienmitglied Fleur bekommt die ganze Ambivalenz des Familienlebens an ihrem 16. Geburtstag zu spüren. Gefangen zwischen dem Drang zur Rebellion und der Sehnsucht nach Geborgenheit verliert sie an diesem Tag gleich in mehrfacher Hinsicht ihre Unschuld. Raphael, der jüngere der beiden Brüder, steht wiederum immer im Schatten seines erfolgreichen Bruders und flüchtet sich vornehmlich in Träumereien. Ein schicksalhaftes Ereignis erlebt schließlich Vater Robert, ein Taxifahrer, der eigentlich nie ganz erwachsen geworden ist.
Mit C’EST LA VIE, seinem zweiten Spielfilm, präsentiert der junge französische Regisseur Rémi Bezancon eine wunderbar turbulente Familiengeschichte mit einer originellen Erzählstruktur. Über zwölf Jahre hinweg greift er fünf einzelne Tage heraus und zeigt einen der fünf Familienmitglieder jeweils an einem entscheidenden Wendepunkt seines Lebens. Hierbei wird die Geschichte nicht nur aus verschiedenen Perspektiven sowie im Wandel der Zeit aufgefächert, sondern jede Episode ist auch im Kamerastil auf den Charakter der jeweiligen Hauptfigur abgestimmt. Mal rückt er der jugendlichen Grunge-Rebellin mit der Handkamera zu Leibe, mal sorgt die distanzierte Weitwinkelaufnahme für Alberts Distanz zum Rest der Familie. Nicht zuletzt sorgen schließlich Songs u.a. von David Bowie, Lou Reed und Janis Joplin für einen mitreißenden Soundtrack. In Frankreich avancierte diese tragikomische Familienchronik nicht nur zum Publikumshit, sondern wurde bei der diesjährigen César-Verleihung auch mit drei Césars ausgezeichnet. „C’EST LA VIE“, schreibt EPD-FILM, „ist ein mitreißender, berührender und originell komponierter Film, dessen wunderbare Darsteller stets den richtigen Ton treffen.“

Der Film lief zuletzt am 08.11.2009.

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