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HILDEDeutschland 2009; Regie: Kai Wessel; Drehbuch: Maria von Heland; Kamera: Hagen Bogdanski; Schauspieler: Heike Makatsch, Dan Stevens, Hanns Zischler, Monica Bleibtreu, Sylvester Groth; Musik: Martin Todsharow; 136 Min., OF Deutsch
Hildegard Knef ist neben Marlene Dietrich einer der wenigen deutschen Film-Weltstars. Die Jazz-Legende Ella Fitzgerald nannte die Diva mit dem rauchigen Gesang einmal die „größte Sängerin ohne Stimme“. Das deutsche Publikum hatte zur Knef spätestens seit ihrer berühmten Nacktszene in Willi Forst DIE SÜNDERIN aus dem Jahr 1951 ein gespaltenes Verhältnis. In seinem Biopic HILDE, basierend auf Knefs Autobiografie DER GESCHENKTE GAUL, erzählt Regisseur Kai Wessel (KLEMPERER – EIN LEBEN IN DEUTSCHLAND, DIE FLUCHT) nun von den dramatischen Höhepunkten im wechselvollen Leben der Sängerin und Schauspielerin. Den Handlungsrahmen bildet hierbei ein Konzert von Knef in der Berliner Philharmonie im Jahr 1966. Ihre Angst vor der missgünstigen Presse, ihre Einsamkeit in der Garderobe dienen als dramaturgische Stütze für eine Rückblende in eine von Abstürzen geprägte Karriere. Zu dieser gehören u.a. die Liebe zu einem NS-Produktionschef in den frühen 40er Jahren, der erste Filmerfolg mit DIE MÖRDER SIND UNTER UNS, die Hochzeit mit einem jüdischen US-Kontrolloffizier, ein dreijähriger nutzloser Aufenthalt in Hollywood, die Rückkehr nach Deutschland und der Skandal rund um DIE SÜNDERIN, die Flucht in die USA mit einer Reihe von Filmarbeiten und ihrem Debüt am Broadway sowie schließlich der durchschlagende Erfolg in Deutschland als Chansonsängerin. Stilsicher bewegt sich Regisseur Kai Wessel durch die verschiedenen Epochen und Lebensstationen und findet hierbei in Heike Makatsch eine Schauspielerin, welche die Rolle der Hildegard Knef sowohl äußerlich als auch gesanglich glaubhaft verkörpert. „Die autobiografische Verfilmung“, schreibt PROGRAMMKINO.DE, „überzeugt durch ihren Erzählfluss und durch die energiegeladene Interpretation der Hauptdarstellerin.“ Der Film lief zuletzt am 19.06.2009. Links |
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