KLEINE FISCHE

Österreich 2009; Regie: Marco Antoniazzi; Drehbuch: Marco Antoniazzi, Gregor Stadlober; Kamera: Nico Mayr; Schauspieler: Michael Steinocher; Volker Schmidt, Brigitte Kren, Sabrina Reiter, Peter Strauss; Produzent: Novotny & Novotny Filmproduktion GmbH; 96 Min., OF Deutsch
Ohne Altersbeschränkung, FSK 10 empfohlen

Regisseur Marco Antoniazzi und Schauspielerin Sabrina Reiter bei der Premiere am Fr, 22. Mai 2009, 20:30 Uhr zu Gast

Die grundverschiedenen Brüder Martin und Kurt sehen sich beim Begräbnis des Vaters nach langer Zeit wieder. Martin ist der zögerliche Nesthocker, Kurt der rebellische Ausreißer. Im Streit um den kleinen Fischladen im Familienbesitz reiben sie sich aneinander. Martin will das Geschäft zu einem modernen, ökologisch bedachten Unternehmen umformen, engagiert sich in der Globalisierungskritik - nicht zuletzt, um damit der Studentin Karin zu imponieren. Sein Bruder Kurt findet an den Weltverbesserungsideen wenig Interesse, umso mehr aber an Karin. So ist die Beziehung der Brüder anfangs von Misstrauen und Enttäuschung geprägt, bis sie allmählich merken, dass sie so verschieden nicht sind. Doch als sie endlich die komplizierten Familienkonflikte hinter sich lassen und glauben, ein gemeinsames Ziel gefunden zu haben, ist es zu spät. Jeder von ihnen muss sich erst von der Altlast des väterlichen Erbes befreien, um einen selbst bestimmten Neuanfang antreten zu können.
KLEINE FISCHE, der Debütfilm des Südtirolers Marco Antoniazzi, pendelt zwischen Globalisierungskritik, Familienfilm, Sozialdrama und Liebeskomödie. In bester neorealistischer Tradition verpackt Antoniazzi die wirtschaftliche Entwicklung rund um das Sterben von Kleinunternehmen in eine wirklichkeitsnahe Umgebung - in den neunten Wiener Bezirk, arbeitet er mit starren Einstellungen und einem konsequenten Farbkonzept, das den Film zunehmend heller und freundlicher werden lässt. "Der Film", so der Regisseur, "soll zeigen, dass der Handlungsspielraum jedes Individuums von den großen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen bestimmt wird und dass nur die Mitgestaltung eine Alternative zur Resignation darstellt."
"Frischer Wind fürs Austrokino", urteilt SKIP über KLEINE FISCHE: "Lebendige Filmkost mit engagierten Darstellern, einer herzlichen Story und offenen Augen für die Realität." Und DER STANDARD schreibt: "Die geschwisterlichen Gespräche, die Milieu-Unterschiede, die Frage nach Betriebserhaltung oder Liebesentfaltung - hier wird gutes Gespür und feiner Humor bewiesen.
" KLEINE FISCHE, der Eröffnungsfilm der diesjährigen Diagonale, wurde ebendort mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Der Film lief zuletzt am 12.06.2009.

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